Schwangerschaftstest: Urintest

Schwan­ger­schafts-Urin­tests oder auch Heim­tests ge­nannt, sind in der Apo­the­ke, im Dro­ge­rie­markt oder auch an ei­ni­gen Tank­stel­len frei ver­käuf­lich.

Was wird ge­tes­tet?

Mit die­sen Schwan­ger­schaftstests wird ge­mes­sen, ob sich das Hor­mon hCG, das hu­ma­ne Cho­ri­on-Go­na­do­trpin, im Urin be­fin­det. Die­ses Hor­mon wird aus­schlie­ß­lich und erst­mals ge­bil­det, wenn sich die be­fruch­te­te Ei­zel­le et­wa ei­ne Wo­che nach der Be­fruch­tung in die Ge­bär­mut­terschleim­haut ein­ge­nis­tet hat. Die­ses Hor­mon wird vom Em­bryo ge­bil­det und ist da­mit cha­rak­te­ris­tisch für ei­ne be­gin­nen­de Schwan­ger­schaft.

Wie ver­läss­lich sind Ur­inschwan­ger­schafts­tests?

Die frei ver­käuf­li­chen Ur­inschwan­ger­schafts­tests sind zwi­schen 90 und 98 Pro­zent si­cher. Al­ler­dings darf man da­von aus­ge­hen, dass je frü­her ein Schwan­ger­schafts­ur­in­test durch­ge­führt wird, das Er­geb­nis um so un­si­che­rer ist.

Wann wird ge­tes­tet?

Die Kon­zen­tra­ti­on des hCG-Hor­mons ist im ers­ten Mor­gen­u­rin di­rekt nach dem Auf­ste­hen am höchs­ten. Wenn Sie al­so den ers­ten Mor­gen­u­rin für ei­nen Test ver­wen­den, ist es am bes­ten. Al­ler­dings kön­nen die meis­ten Tests zu je­der Ta­ges­zeit durch­ge­führt wer­den.

Wie wird ge­tes­tet?

Das Pro­ze­de­re ist bei den Tests ver­schie­den. Meist wird ein Test­stab oder ein Test­plätt­chen mit Urin be­netzt. Nach we­ni­gen Mi­nu­ten kann das Er­geb­nis ab­ge­le­sen wer­den.

Wie si­cher ist ein Früh­test?

Früh­tests re­agie­ren sehr emp­find­lich auf HCG. Sie kön­nen schon kleins­te Men­gen im Urin de­tek­tie­ren und kön­nen da­her schon sehr kurz nach ei­ner Ein­nis­tung des Em­bryos in die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut ein schwach po­si­ti­ves Test­ergeb­nis an­zei­gen. Häu­fig aber bleibt ei­ne Schwan­ger­schaft nicht über den Zeit­punkt der er­war­te­ten Re­gel­blu­tung hin­aus be­ste­hen. In et­wa 30 bis 50 Pro­zent al­ler zu­nächst ein­ge­tre­te­nen Schwan­ger­schaf­ten kommt es bis zum Tag der er­war­te­ten Mens­trua­ti­on zu ei­nem so­ge­nann­ten Spon­tana­b­ort, der als nor­ma­le Re­gel­blu­tung wahr­ge­nom­men wird. Ein po­si­ti­ves Test­ergeb­nis zu die­sem frü­hen Zeit­punkt hat ei­ne Zu­ver­läs­sig­keit von 50 bis 70 Pro­zent.
Dar­über hin­aus ist in den ers­ten Ta­gen der Schwan­ger­schaft die hCG-Pro­duk­ti­on un­ter­schied­lich in­ten­siv. Erst ab dem Zeit­punkt, zu dem die Mens­trua­ti­on er­war­tet wird, ist bei fast al­len Frau­en ein si­che­rer Nach­weis im Urin mög­lich.

Ein­flüs­se auf den Test

Das Er­geb­nis ei­nes Schwan­ger­schafts­tests kann falsch oder un­si­cher sein, u.a. wenn

  • ... Sie den Test nicht ent­spre­chend der An­lei­tung durch­füh­ren.
  • ... der Test nach­läs­sig durch­ge­führt wird.
  • ... Sie Hor­mon­prä­pa­ra­te ein­neh­men.
  • ... das Test­ma­te­ri­al falsch auf­be­wahrt wird.
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