Bettruhe

Oft wird schwan­ge­ren Frau­en ge­ra­ten, bei be­stimm­ten Dia­gno­sen Bett­ru­he ein­zu­hal­ten. Nicht im­mer ist es wis­sen­schaft­lich be­legt, dass und wann Bett­ru­he sinn­voll ist.

In­di­ka­tio­nen für Bett­ru­he

Ver­schie­de­ne Ar­ten von Bett­ru­he

Je nach­dem was die Dia­gno­se ist und wie weit die Schwan­ger­schaft vor­an­ge­schrit­ten ist, wird die Emp­feh­lung, wie strikt ei­ne Bett­ru­he ein­zu­hal­ten ist, in­di­vi­du­ell ge­trof­fen. Nur die Emp­feh­lung "Bett­ru­he" kann be­deu­te­ten, dass Sie sich hin und wie­der mal hin­le­gen und sich nicht über­an­stren­gen sol­len oder auch, dass Sie strik­te Bett­ru­he ein­hal­ten soll­ten.

Was be­deu­tet "Bett­ru­he"

  • Stu­fe 1: Fü­ße hoch - Ent­span­nen Sie sich
    Kann be­deu­ten: Schrau­ben Sie Ih­re Ak­ti­vi­tä­ten zu­rück und ru­hen Sie sich im­mer wie­der aus. Viel­leicht soll­ten Sie für ei­ne Wei­le auf Sex ver­zich­ten? Soll­ten Sie viel­leicht mal ein paar Ta­ge Ur­laub neh­men?
  • Stu­fe 2: Täg­lich 3-4 Stun­den hin­le­gen
    Das mag be­deu­ten: Wie wärs, wenn Sie auf Teil­zeit ge­hen oder ganz mit der Ar­beit auf­hö­ren? Tra­gen Sie nicht schwer. Las­sen Sie sich hel­fen - ggf. bei der Be­treu­ung von Kin­dern. Solch ei­ne Scho­nung kann Frau­en mit mil­dem Blut­hoch­druck emp­foh­len wer­den und Frau­en, die ei­ne Zwil­lings­schwan­ger­schaft aus­tra­gen.
  • Stu­fe 3: Haus­ar­rest
    Haus­ar­rest be­deu­tet, mit der Ar­beit ganz auf­zu­hö­ren, kei­ne Ein­käu­fe er­le­di­gen und kei­ne schwe­ren Sa­chen tra­gen. Es han­delt sich hier­bei um ei­ne grö­ße­re Scho­nung. Die Ak­ti­vi­tä­ten be­schrän­ken sich auf Toi­let­ten­gän­ge, Du­schen und die wich­tigs­ten Din­ge, die zu tun sind. An­sons­ten soll­ten Sie sich aber im Bett auf­hal­ten.
  • Stu­fe 4: Voll­stän­di­ge Bett­ru­he
    Strik­te und voll­stän­di­ge Bett­ru­he be­deu­tet, dass Sie nur lie­gen - und zwar den gan­zen Tag. Manch­mal kann man ei­ne strik­te Bett­ru­he auch zu Hau­se ein­hal­ten - wenn man aus­rei­chend Hil­fe hat - sonst aber ist die­se im Kran­ken­haus bes­ser um­zu­set­zen.

Was darf ich und was darf ich nicht?

Hier sind ei­ni­ge Punk­te, die Sie mit Ih­rem ArztIh­rer Ärz­tin be­spre­chen soll­ten, wenn Ih­nen Bett­ru­he ver­ord­net wur­de. Fra­gen Sie, was Sie dür­fen und was nicht:

  • Ko­chen
  • Leich­te Haus­ar­bei­ten
  • Ge­hen
  • Ba­den oder Du­schen
  • Au­to­fah­ren
  • Gym­nas­tik­übun­gen
  • Ge­schlechts­ver­kehr

Was brau­chen Sie in Ih­rer Nä­he?

Wenn Sie nicht auf­ste­hen sol­len, wä­re es schön, wenn Sie al­les, was Sie be­nö­ti­gen, in Ih­rer Nä­he ha­ben. Hier­zu mag ge­hö­ren:

  • Te­le­fon
  • Adress­buch
  • Stift und Pa­pier
  • Haar­bürs­te und Hand­spie­gel
  • Bü­cher, Zeit­schrif­ten, eBook oder was an­de­res zu le­sen
  • Fern­be­die­nung vom Fern­se­hen
  • Lap­top, Com­pu­ter
  • Kos­me­ti­ka, Na­gel­fei­le usw.