Spätgebärende und Erbkrankheiten

Das sta­tis­ti­sche Ri­si­ko für ei­ne Chro­mo­so­men­schä­di­gung des Fö­tus steigt mit dem zu­neh­men­dem Al­ter der wer­den­den Mut­ter.

Ri­si­ko für Down-Syn­drom

Das be­kann­tes­te Bei­spiel für ei­ne Chro­mo­so­men­be­son­der­heit des Kin­des, die bei äl­te­ren Schwan­ge­ren häu­fi­ger als bei jün­ge­ren Schwan­ge­ren vor­kommt, ist das Down-Syn­drom.

In der fol­gen­den Ta­bel­le se­hen Sie die sta­tis­ti­sche Häu­fig­keit, mit der ein Kind mit ei­nem Down-Syn­drom bei ei­ner Un­ter­su­chung in der 15. Schwan­ger­schaftswo­che fest­ge­stellt wird:

Al­ter der Mut­ter

Häu­fig­keit

30 Jah­re

0,2 %

35–37 Jah­re

1,4 %

38–40 Jah­re

1,8 %

40–44 Jah­re

4,7 %

45 Jah­re und äl­ter

8,5 %

Chro­mo­so­men­be­son­der­hei­ten früh­zei­tig er­ken­nen

Heu­te kön­nen Chro­mo­so­men­be­son­der­hei­ten ei­nes Fö­tus schon in ei­nem frü­hen Ent­wick­lungs­stand vor der Ge­burt er­kannt wer­den. Mit zu­neh­men­dem Al­ter der Mut­ter steigt das Ri­si­ko für ein Kind mit ei­ner Chro­mo­so­men­be­son­der­heit an. Frau­en ab 35 Jah­ren wird in der Re­gel zu ei­ner vor­ge­burt­li­chen Un­ter­su­chung ge­ra­ten.

Prä­na­ta­le Dia­gnos­tik

Schon beim ers­ten Arzt­be­such oder spä­tes­tens in der ge­ne­ti­schen Be­ra­tung wird über die Mög­lich­kei­ten und Ri­si­ken der prä­na­ta­len Dia­gnos­tik wie zum Bei­spiel die Am­nio­zen­te­se oder die Cho­ri­on­z­ot­ten-Bi­op­sie in­for­miert. Mit Hil­fe die­ser Un­ter­su­chun­gen kann fest­ge­stellt wer­den, ob Erb­krank­hei­ten an den Fö­tus wei­ter­ver­erbt wor­den sind oder ob an­der­wei­ti­ge Chro­mo­so­men­stö­run­gen vor­lie­gen.

Ei­ne Al­ter­na­ti­ve zu in­va­si­ven Un­ter­su­chungs­me­tho­den ist der Tri­pel-Test, der kein Dia­gno­se­ver­fah­ren ist, mit des­sen Hil­fe Sie aber das Ri­si­ko be­stim­men kön­nen, ein Kind mit Chro­mo­so­men­be­son­der­heit zu be­kom­men.

In­ter­ak­ti­ver Down-Syn­drom-Rech­ner

Hier kön­nen Sie das sta­tis­ti­sche Ri­si­ko für ei­ne Chro­mo­so­men­be­son­der­heit des Kin­des in Ab­hän­gig­keit vom Al­ter der Mut­ter er­mit­teln:

Spät­ge­bä­ren­de und Erb­krank­hei­ten