Geschlechtskrankheiten

Ge­schlechts­krank­hei­ten, so wer­den hier "se­xu­ell über­trag­ba­re Er­kran­kun­gen" ge­nannt. Das sind Krank­hei­ten, die auch oder haupt­säch­lich durch Ge­schlechts­ver­kehr über­tra­gen wer­den kön­nen. Sie kön­nen von Bak­te­ri­en, Vi­ren, Pil­zen, Pro­to­zo­en und Ar­thro­po­den ver­ur­sacht wer­den.

Im en­ge­ren Sin­ne wer­den als Ge­schlechts­krank­hei­ten al­ler­dings nur die se­xu­ell über­trag­ba­ren Er­kran­kun­gen ge­nannt, für die für be­han­deln­de Ärz­teÄrz­tin­nen ei­ne ge­setz­li­che Mel­de­pflicht an die Be­hör­den be­steht oder be­stand.

Zu den Krank­hei­ten, die haupt­säch­lich oder aus­schlie­ß­lich durch Ge­schlechts­ver­kehr über­tra­gen wer­den, ge­hö­ren:

  • Sy­phi­lis
  • Go­nor­rhoe
  • HIV-In­fek­ti­on
  • He­pa­ti­tis B
  • Her­pes ge­ni­ta­lis
  • In­fek­ti­onen mit Chla­my­di­en
  • Tri­cho­mo­na­den
  • Filz­laus­be­fall
  • Ul­cus mol­le und Lym­pho­gra­nu­lo­ma ve­ne­re­um, die bis vor kur­zem nur ge­rin­ge Be­deu­tung hat­ten, weil sie sel­ten ge­wor­den wa­ren. Neu­er­dings meh­ren sich die Er­kran­kungs­fäl­le wie­der.
  • In­fek­ti­on mit be­stimm­ten (so ge­nann­ten „high ris­k“) HP-Vi­ren, wel­che für das Ent­ste­hen von Ge­bär­mut­terhals­kreb­ses ver­ant­wort­lich sind.

Häu­fig­keit

In Deutsch­land sind der­zeit mehr als 100.000 Frau­en durch un­be­han­del­te chla­my­dien­be­ding­te In­fek­tio­nen un­ge­wollt kin­der­los. An He­pa­ti­tis B ster­ben jähr­lich mehr Men­schen als an den an­de­ren se­xu­ell über­trag­ba­ren Er­kran­kun­gen zu­sam­men­ge­nom­men.

Prä­ven­ti­on

Mit 100 Pro­zen­ti­ger Si­cher­heit ist ei­ne Ge­schlechts­krank­heit nie aus­zu­schlie­ßen, wenn Sie se­xu­el­le Kon­tak­te ha­ben, sie stellt da­her ein zu ak­zep­tie­ren­des Grund­ri­si­ko des se­xu­ell ak­ti­ven Men­schen dar.
Die Ver­brei­tung se­xu­ell über­trag­ba­rer Krank­hei­ten kann je­doch selbst un­ter mi­ni­ma­lem Auf­wand durch den stän­di­gen Ge­brauch von Kon­domen si­gni­fi­kant ein­ge­schränkt wer­den. Die He­pa­ti­tis-B-Imp­fung ver­rin­gert das Ri­si­ko ei­ner In­fek­ti­on mit He­pa­ti­tis B und senkt gleich­zei­tig bei ei­ner In­fek­ti­on den Schwe­re­grad der Er­kran­kung.

Vertiefende Texte