HCG

Das hCG das hum­a­ne Cho­ri­on-Gona­do­tro­pin, ist das "Schwan­ger­schaftshor­mon". Es wird wäh­rend ei­ner Schwan­ger­schaft in der mensch­li­chen Pla­zen­ta (un­ter Ein­fluss des Cho­ri­ons) ge­bil­det und ist an der Er­hal­tung der Schwan­ger­schaft be­tei­ligt.

Wann kommt hCG vor?

HCG kommt im Kör­per der ge­sun­den Frau aus­schlie­ß­lich wäh­rend ei­ner Schwan­ger­schaft vor.
Zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft, et­wa 114 Stun­den (Mit­te des fünf­ten Ta­ges) nach der Be­fruch­tung, be­ginnt das hCG, die Ein­nis­tung (Ni­da­ti­on) der be­fruch­te­ten Ei­zel­le vor­zu­be­rei­ten. Ei­ni­ge Zel­len der Blas­to­zys­te dif­fe­ren­zie­ren sich und bil­den nun das hCG. HCG sti­mu­liert den Gelb­kör­per (Cor­pus lu­te­um) im Ei­er­stock zur Aus­schüt­tung ei­nes wei­te­ren Hor­mons, Pro­ge­ste­ron, wel­ches die Ute­russchleim­haut auf­baut und über die Hy­po­phy­se den Ei­er­stö­cken si­gna­li­siert, dass für die nächs­te Zeit kei­ne Eisprün­ge not­wen­dig sind (die Mens­trua­ti­on bleibt aus) und für die Auf­lo­cke­rung der Ge­bär­mut­terschleim­haut sorgt. Im spä­te­ren Ver­lauf der Schwan­ger­schaft wird das hCG von der Pla­zen­ta ge­bil­det.

hCG-Kon­zen­tra­ti­on

In den ers­ten Wo­chen der Schwan­ger­schaft steigt die hCG-Kon­zen­tra­ti­on im Blut ste­tig an, et­wa al­le zwei bis zwei­ein­halb Ta­ge ver­dop­peln sich die Hor­mon­wer­te. Das Ma­xi­mum wird et­wa zwi­schen der ach­ten und zehn­ten Schwan­ger­schafts­wo­che er­reicht. Da­nach fal­len die hCG-Wer­te lang­sam auf ba­sa­le Kon­zen­tra­tio­nen ab, die kurz vor der 20. Schwan­ger­schafts­wo­che er­reicht wer­den.

Das Schwan­ger­schafts­hor­mon hCG wird für das mor­gend­li­che Er­bre­chen der Schwan­ge­ren, die Schwan­ger­schafts­übel­keit, ver­ant­wort­lich ge­macht.

Nach­weis des hCG (Blut­test)

Zum Nach­weis ei­ner Schwan­ger­schaft wird bei Schwan­ger­schafts-Urin­tests eben­so wie bei Blut­tests das hCG im Urin bzw. Blut aus­ge­wer­tet.

HCG und Prä­na­ta­le Dia­gnos­tik

HCG spielt aber auch im wei­te­ren Ver­lauf der Schwan­ger­schaft ei­ne be­deu­ten­de Rol­le. Beim Triple-Test wird der hCG-Wert in Ver­bin­dung mit an­de­ren Pa­ra­me­tern er­mit­telt, um das Ri­si­ko ver­schie­de­ner Chro­mo­so­men­schä­den des Fö­tus zu be­ur­tei­len.  Ei­ne er­höh­te hCG-Kon­zen­tra­ti­on kann aber auch ein Hin­weis auf ei­ne Mehr­lings­schwan­ger­schaft sein.

HCG und künst­li­che Be­fruch­tung

Bei ei­ner künst­li­chen Be­fruch­tung wird hCG zum Aus­lö­sen des Ei­sprungs ein­ge­setzt und zur Un­ter­stüt­zung der zwei­ten Zy­klushälf­te in der IVF-Be­hand­lung.