HCG: Was beeinflusst den Wert?

Bei den meis­ten nor­ma­len Schwan­ger­schaften ver­dop­pelt sich der HCG-Spie­gel bei Wer­ten un­ter 1.200 mIU/nl et­wa al­le 48 bis 72 Stun­den und steigt ge­wöhn­lich in zwei Ta­gen um min­des­tens 60%. Mit fort­schrei­ten­der Schwan­ger­schaft ver­lang­samt sich der An­stieg. Nach zwei bis drei Mo­na­ten kommt der An­stieg zum Ste­hen und der Spie­gel sinkt ein we­nig, bis er ein blei­ben­des Ni­veau für die rest­li­che Zeit der Schwan­ger­schaft er­reicht. Zwi­schen 1.200 und 6.000 mIU/ml Se­rum be­nö­tigt der hCG-Spie­gel et­wa 3 bis 4 Ta­ge zur Ver­dop­pe­lung, und über 6.000 mIU/ml oft mehr als 4 Ta­ge. Es hat we­nig Zweck, den hCG-Spie­gel über 6.000 mIU/ml zu be­ob­ach­ten, da der An­stieg nun nor­ma­ler­wei­se lang­sa­mer ver­läuft und nicht da­mit zu­sam­men­hängt, ob die Schwan­ger­schaft ge­sund ver­läuft.

Wel­che hCG-Wer­te sind nor­mal?

Wel­che hCG-Wer­te nor­mal sind, hängt vor­nehm­lich vom Schwan­ger­schafts­sta­di­um, aber auch von der Per­son ab. We­gen der mög­li­chen Ab­wei­chun­gen soll­te man sich bei der Be­ur­tei­lung der Schwan­ger­schafts­ge­sund­heit nicht al­lein auf die­se Wer­te ver­las­sen. Auch mit sehr ge­rin­gen hCG-Wer­ten kann man ei­ne nor­ma­le Schwan­ger­schaft und ein ge­sun­des Ba­by ha­ben. Be­stimm­te Wer­te tre­ten je­doch in der Re­gel in ge­son­der­ten Pha­sen auf:

  • Wenn Sie nicht schwan­ger sind, soll­te Ihr hCG-Spie­gel un­ter 5 mIU/ml lie­gen.
  • Wenn Sie schwan­ger sind, soll­te Ihr hCG-Spie­gel über 25 mIU/ml lie­gen.  Mit dem Ul­tra­schall ist üb­li­cher­wei­se nichts zu er­ken­nen, bis der Spie­gel min­des­tens 2.000 mIU/ml er­reicht hat, was ge­wöhn­lich zwi­schen der 5. und 8. Wo­che ein­tritt.

Me­di­ka­men­te und hCG-Wert

Bei nor­ma­len hCG-Spie­geln sind die ein­zi­gen Me­di­ka­men­te, die den hCG-Spie­gel be­ein­flus­sen kön­nen, sol­che, die hCG ent­hal­ten. Die häu­figs­te Me­di­ka­ti­on, die den hCG-Spie­gel be­ein­flusst, wird bei Un­frucht­bar­keits-The­ra­pi­en ver­ab­reicht. Die ent­spre­chen­den Me­di­ka­men­te he­ben den na­tür­li­chen hCG-Spie­gel des Kör­pers an und er­hö­hen da­mit die Chan­ce, schwan­ger zu wer­den.

Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten

Zu den Blut­tests, den man Schwan­ge­re in den ers­ten Pha­sen der Be­treu­ung un­ter­zieht, ge­hört oft ein hCG-Test. Die­ser Test zeigt er­höh­te hCG-Wer­te, wenn die Frau mit Mehr­lin­gen schwan­ger ist. Je mehr Fö­ten sich in der Ge­bär­mut­ter ent­wi­ckeln, des­to mehr hCG ist im Blut nach­zu­wei­sen.

Es wird weit­hin an­ge­nom­men, dass der hCG-Spie­gel an­zeigt, wie vie­le Wo­chen ei­ne Schwan­ger­schaft fort­ge­schrit­ten ist. Ein ge­naue­res Maß für die fö­ta­le Ent­wick­lung er­hält man mit der ers­ten Ul­tra­schall-Auf­nah­me. Mit Ul­tra­schall kann man das Schwan­ger­schafts­sta­di­um weit bes­ser be­ur­tei­len als mit dem hCG-Spie­gel.