Medikamente

Je­de Ein­nah­me von Me­di­ka­men­ten in der Schwan­ger­schaft be­trifft nicht nur die Schwan­ge­re son­dern auch den Fö­tus. Es gibt Wirk­stof­fe in Me­di­ka­men­ten, die für die Ent­wick­lung des Fö­tus ge­fähr­lich sein kön­nen.

Bei­spiel Con­ter­gan

An­fang der 1960er Jah­re ge­ba­ren Frau­en, die wäh­rend der Schwan­ger­schaft ein ver­meint­lich harm­lo­ses Schlaf­mit­tel ein­ge­nom­men hat­ten, häu­fi­ger Kin­der mit schwe­ren kör­per­li­chen Miß­bil­dun­gen. Spä­ter stell­te sich her­aus, dass der Wirk­stoff Thal­i­do­mid (Con­ter­gan) die Kin­der im Mut­ter­leib stark ge­schä­digt hat­te.

Kein Ri­si­ko ein­ge­hen

Heu­te ist man bei der Ein­nah­me von Me­di­ka­men­ten in der Schwan­ger­schaft sen­si­bler ge­wor­den. Auf Num­mer si­cher geht, wer wäh­rend der Schwan­ger­schaft auf sämt­li­che Me­di­ka­men­te ver­zich­tet. Wer drin­gend Arz­nei­mit­tel ein­neh­men soll­te, dem wird ge­ra­ten, dies aus­führ­lich mit dem be­han­deln­den Arztder be­han­del­den Ärz­tin zu be­spre­chen, da­mit die­serdie­se ggf. ein Me­di­ka­ment vor­schlägt, das als un­be­denk­lich für die Schwan­ger­schaft ge­tes­tet wur­de.

Was tun bei ...?

Zum Bei­spiel ...

  • Kopf­weh
    Ha­ben Sie Kopf­schmer­zen kön­nen Sie zu­nächst aus­pro­bie­ren, ob sich durch ei­ne Ver­hal­tens­än­de­rung ei­ne Bes­se­rung der Be­schwer­den ein­stellt. Ent­span­nung, spa­zie­ren ge­hen oder sich hin­le­gen hilft oft schon.
  • Ver­dau­ungs­pro­ble­me
    Falls es mit der Ver­dau­ung nicht so gut klappt, kön­nen Sie durch mehr Be­we­gung und viel Trin­ken Ih­ren Darm in Schwung brin­gen. Hilft auch das nicht, könn­te sich ei­ne Er­näh­rungsum­stel­lung po­si­tiv aus­wir­ken.
  • Ver­stopf­te Na­se
    Ist die Na­se ver­stopft, hilft meist ei­ne Salz­was­ser­lö­sung. Sie kön­nen selbst ei­ne ent­spre­chen­de Lö­sung her­stel­len oder ei­ne ge­kauf­te Salz­lö­sung an­we­den. Meist ist die Na­se schnell wie­der frei.


Soll­ten Haus­mit­tel­chen und Ver­hal­tens­än­de­run­gen nicht zu be­frie­di­gen­den Er­geb­nis­sen füh­ren, hal­ten Sie Rück­spra­che mit Ih­rem ArztIh­rer Ärz­tin, be­vor Sie zu ei­nem Me­di­ka­ment grei­fen.

Chro­nisch krank?

Bei ei­ner chro­ni­schen Er­kran­kung z. B. Dia­be­tes, Blut­hoch­druck oder An­falls­lei­den sind re­gel­mä­ßi­ge Me­di­ka­men­te sehr wich­tig. Klä­ren Sie aber schon am bes­ten vor der Schwan­ger­schaft, wie die Me­di­ka­ti­on wäh­rend der Kin­der­wunschpha­se, der Schwan­ger­schaft und der Still­zeit aus­se­hen kann.

www.em­bryo­tox.de

Im In­ter­net gibt es un­ter der Adres­se www.em­bryo­tox.de ei­ne In­for­ma­ti­ons­sei­te des In­sti­tuts für kli­ni­sche Phar­ma­ko­lo­gie und To­xi­ko­lo­gie der Cha­rité in Ber­lin. Es han­delt sich um ein öf­fent­lich ge­för­der­tes, un­ab­hän­gi­ges Be­ra­tungs­zen­trum für Em­bryo­nal­to­xi­ko­lo­gie. Es bie­tet Ärz­tin­nen und Ärz­ten so­wie an­de­ren im Ge­sund­heits­we­sen En­ga­gier­ten un­ab­hän­gi­ge In­for­ma­tio­nen zur Ver­träg­lich­keit der wich­tigs­ten Me­di­ka­men­te und zur Be­hand­lung häu­fig vor­kom­men­der Krank­hei­ten bei Müt­tern und wer­den­den Müt­tern in Schwan­ger­schaft und Still­zeit. Auf die­ser In­ter­net­sei­te gibt es u.a. auch ei­ne Lis­te mit Me­di­ka­men­ten und de­ren mög­li­chen un­er­wünsch­ten Wir­kun­gen bez. ei­ner Schwan­ger­schaft und Al­ter­na­ti­ven für die­se Me­di­ka­men­te.