Rauchen

Der Be­ginn ei­ner Schwan­ger­schaft ist de­fi­ni­tiv der spä­tes­te Zeit­punkt, um mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren.

Die Schad­stof­fe

Der Rauch von Zi­ga­ret­ten ent­hält mehr als 4.000 ver­schie­de­ne und zum Teil hoch­gif­ti­ge Sub­stan­zen wie z.B. Teer, Ni­ko­tin, Ar­sen, Ben­zol, Cad­mi­um, Blau­säu­re, Blei und Koh­len­mon­oxid. Fol­gen­de Zu­ta­ten sind im Ta­bak er­laubt und auch in vie­len Zi­ga­ret­ten zu fin­den: Harn­stoff und So­da, Zu­cker und ver­schie­de­ne Gly­kol­ver­bin­dun­gen, Schel­lack, Kal­rit­ze, Kaf­fee, Kon­ser­vie­rungs­stof­fe wie Sor­bin­säu­re, Na­tri­um­sor­bat, Ben­zoe­säu­re, Na­tri­um­ben­zoat usw.

Wer über ei­nen Zeit­raum von 20 Jah­ren täg­lich ei­ne Schach­tel (=20 Zi­ga­ret­ten) raucht, nimmt mit sei­ner Lun­ge ins­ge­samt 6 kg Rauchs­taub auf und jähr­lich ei­ne Tas­se Teer („Kon­den­sa­t“). Die Le­bens­er­war­tung sinkt – sta­tis­tisch ge­se­hen – um sechs Jah­re (bzw. ≈22 Mi­nu­ten pro Zi­ga­ret­te) (bei zehn Zi­ga­ret­ten täg­lich um drei Jah­re, bei zwei Schach­teln täg­lich um rund acht Jah­re).

Wie re­agiert der Fö­tus auf das Rau­chen?

Jede Zigarette schädigt das Kind.Et­wa 15 Mi­nu­ten nach­dem die wer­den­de Mut­ter ei­ne Zi­ga­ret­te ge­raucht hat, ist beim Fö­tus die­sel­be Ni­ko­tin­kon­zen­tra­ti­on im Blut nach­weis­bar wie bei sei­ner Mut­ter und sein Herz­schlag wird schnel­ler. Der Mut­ter­ku­chen von Rau­che­rin­nen ist schlech­ter durch­blu­tet und der Fö­tus schlech­ter mit Sau­er­stoff ver­sorgt. Das Ri­si­ko für ei­ne Fehl- und Früh­ge­burt ist bei Rau­che­rin­nen deut­lich er­höht.

Was sind die Fol­gen des Rau­chens und Pas­siv­rau­chens

Nicht nur das Rau­chen ist ge­färhlich, auch das pas­si­ve Rau­chen hat ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen für das Ba­by. Rau­chen und Pas­siv­rau­chen...

  • ... kann zu ei­ner Un­ter­ent­wick­lung des Fö­tus füh­ren.
  • ... geht mit ei­nem er­höh­ten Ri­si­ko für ei­ne Fehl­ge­burt ein­her.
  • ... hat sta­tis­tisch ein ge­rin­ge­res Ge­burtsge­wicht zur Fol­ge.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für All­er­gien und In­fek­tio­nen si­gni­fi­kant.
  • ... be­ein­träch­tigt die Ent­wick­lung des Ge­hirns.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für eine vorzeitige Pla­zen­taab­lö­sung (und so­mit Fehl­ge­burt).
  • ... hat häu­fi­ger Wachs­tums­stö­run­gen zur Fol­ge.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für das Kind, später an Hyperaktivität zu erkranken.
  • ... kann häu­fi­ger zu ei­ner ge­rin­gen Zahl ro­ter Blut­kör­per­chen füh­ren.
  • ... er­höht das Ri­si­ko ei­nes plötz­li­chen Kinds­to­ds.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für einen Vitamin-B-12-Mangel, der Chro­mo­so­men­schä­den und ei­ne ge­hemm­te Zell­tei­lung zur Fol­ge ha­ben kann.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für das Kind signifikant, im Jugendalter an Asth­ma zu er­kran­ken.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für Kinder an Lymphoma und Leukämie zu erkranken.
  • ... er­höht das Ri­si­ko, an Ka­ri­es zu er­kran­ken.
  • ... er­höht das Ri­si­ko für das Kind an einer Hirnhautentzündung zu erkranken. Kinder aus einem Raucherhaushalt erkranken bis zu viermal häufiger an einer Hirnhautentzündung als Kinder aus rauchfreien Haushalten.


Al­le oben ge­nann­ten Fol­gen des Rau­chens sind do­sis­ab­hän­gig - aber be­reits ab ei­nem re­gel­mä­ßi­gen Kon­sum von 7 (sie­ben) Zi­ga­ret­ten sind deut­li­che Schä­den nach­weis­bar.

Er­höh­te Krebs­ge­fahr für Säug­lin­ge

Un­ter­su­chun­gen konn­ten im Urin von Neu­ge­bo­re­nen, de­ren Müt­ter rauch­ten, ta­bak­spe­zi­fi­sche kar­zi­no­ge­ne (krebs­er­re­gen­de) Stof­fe nach­wei­sen.

Hil­fe und Rat per Te­le­fon

Am bes­ten ist es, wenn wer­den­de Müt­ter schon vor und wäh­rend der Schwan­ger­schaft ganz auf Ni­ko­tin ver­zich­ten. Schwan­ge­re, de­nen es un­mög­lich er­scheint, das Rau­chen auf­zu­ge­ben, kön­nen sich Hil­fe und Rat per Te­le­fon ho­len:

Deut­sches Krebs­for­schungs­zen­trum Hei­del­berg
Im In­ter­net www.krebs­in­for­ma­ti­ons­dienst.de
Te­le­fon: 06221 - 42 42 00

Vertiefende Texte