Ultraschall

Die Ul­tra­schall­un­ter­su­chung ist ein bild­ge­ben­des Ver­fah­ren, das dem Arztder Ärz­tin die Mög­lich­keit bie­tet, das Un­ge­bo­re­ne im Mut­ter­leib zu be­ob­ach­ten und sei­ne Ent­wick­lung zu über­wa­chen. Be­stand­teil der in De­u­sch­land emp­foh­le­nen Schwan­ger­schafts-Vor­sor­ge­un­ter­su­chung sind drei Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen oder Ul­tra­schall­scree­nings:

Bei je­der Un­ter­su­chung be­trach­tet der Arztdie Ärz­tin den ge­sam­ten Fö­tus, um even­tu­el­le Fehl­bil­dun­gen und Ent­wick­lungs­stö­run­gen früh­zei­tig zu er­ken­nen.

Zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft wird ei­ne Va­gi­nal­so­no­gra­phie durch­ge­führt, bei der ein Ul­tra­schall­kopf in die Schei­de ein­ge­führt wird. Schon das zwei­te gro­ße Ul­tra­schall­scree­ning wird über die Bauch­de­cke ge­macht. Hier­bei lässt der Arztdie Ärz­tin den Ul­tra­schall­kopf lang­sam über den Bauch der Schwan­ge­ren glei­ten, wäh­rend am Mo­ni­tor ein Bild des Fö­tus zu se­hen ist. Um be­stimm­te Or­ga­ne noch bes­ser zu se­hen und um auch die Durch­blu­tung über­prü­fen zu kön­nen, kann bei spe­zi­fi­scher In­di­ka­ti­on ei­ne Dopp­ler-So­no­gra­phie durch­ge­führt wer­den.

Ul­tra­schall als Be­stand­teil der prä­na­ta­len Dia­gnos­tik

Mit Hil­fe ei­nes gu­ten Ul­tra­schall­ge­rä­tes und viel Er­fah­rung kön­nen heu­te zu­neh­mend mehr Auf­fäl­lig­kei­ten beim Kind früh­zei­tig fest­ge­stellt wer­den. Hier­zu zäh­len vor al­lem auch Ent­wick­lungs­be­son­der­hei­ten, wie ei­ne ver­dick­te Na­cken­fal­te beim Em­bryo, die ein Hin­weis auf ein Down Syn­drom sein kön­nen. Ob ei­ne Auf­fäl­lig­keit er­kenn­bar ist, hängt von ih­rem Aus­maß, von der feta­len La­ge, von der Frucht­was­sermen­ge und von der Di­cke der müt­ter­li­chen Bauch­wand ab; aus die­sem Grund kön­nen Miss­bil­dun­gen auch über­se­hen wer­den.

Ul­tra­schall­spe­zia­lis­ten

Beim Ver­dacht auf ei­ne Fehl­ent­wick­lung oder Miss­bil­dung kann ei­ne wei­ter­füh­ren­de Dia­gnos­tik und ei­ne de­tail­lier­te Un­ter­su­chung sinn­voll sein, die spe­zi­el­le Ul­tra­schall­ge­rä­te, Er­fah­run­gen und Kennt­nis­se des Arz­tesder Ärz­tin er­for­dern. Meist wird die wer­den­de Mut­ter bei ei­nem un­kla­ren oder ver­däch­ti­gen Be­fund an ein spe­zia­li­sier­tes Dia­gno­se­zen­trum über­wie­sen. Auch bei Ein­grif­fen wie der Am­nio­zen­te­se, Cho­ri­on­z­ot­ten-Bi­op­sie oder der Fe­tosko­pie wird der Fö­tus wäh­rend des Ein­griffs per Ul­tra­schall über­wacht.

Ri­si­ken der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung

Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen wer­den in der ge­burts­hilf­li­chen Pra­xis seit über 35 Jah­ren an­ge­wandt. In die­ser Zeit ha­ben sich kei­ner­lei Hin­wei­se auf et­wai­ge un­mit­tel­ba­re oder lang­fris­ti­ge Fol­ge­schä­den er­ge­ben, die die Un­ter­su­chungs­me­tho­de mit sich brin­gen könn­te.