Komplikationen

Ei­ne Schwan­ger­schaft ist kei­ne Krank­heit und die meis­ten Frau­en durch­le­ben die­se Zeit ih­res Le­bens ge­sund und pro­blem­los.

Den­noch kann es wäh­rend der Schwan­ger­schaft zu Pro­ble­men kom­men, die un­ter Um­stän­den die Ent­wick­lung des Fö­tus be­ein­träch­ti­gen kön­nen. In sel­te­nen Fäl­len kann es für Mut­ter und Kind so­gar le­bens­ge­fähr­lich wer­den.

Harm­los oder ernst?

Ge­ra­de in der Schwan­ger­schaft ist es durch­aus sinn­voll, erns­te Pro­ble­me von sol­chen un­ter­schei­den zu kön­nen, die ei­ne Schwan­ger­schaft nicht ge­fähr­den, denn in die­ser Zeit ha­ben Sie nicht nur die Ver­ant­wor­tung für sich selbst, son­dern auf für das un­ge­bo­re­ne Kind.

Schwan­ger­schafts­vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen

Zu­nächst wird nach ei­nem po­si­ti­ven Schwan­ger­schafts­test wäh­rend der Vor­sor­ge­un­ter­su­chung fest­ge­stellt, ob die Schwan­ger­schaft "rich­tig sitzt". Bauch­höh­len- und Ei­leit­erschwan­ger­schaf­ten kön­nen so dia­gnos­ti­ziert wer­den. Teil der Vor­sor­ge­un­ter­su­chung ist es auch, den all­ge­mei­nen Ge­sund­heits­zu­stand der Mut­ter zu über­wa­chen. Ein An­ämie wür­de hier auf­fal­len, eben­so wie die ers­ten Sym­pto­me ei­ner Ges­to­se, ei­ner Dia­be­tes oder der Ge­sta­ti­ons­dia­be­tes.

Die Schwan­ger­schafts­übel­keit ge­hört zu den harm­lo­sen Be­schwer­den. Wenn Sie aber gar kein Es­sen mehr bei sich be­hal­ten kön­nen, so nennt man die­se Er­schei­nun­g Hy­pe­re­me­sis gra­vi­dar­um – und die­se kann le­bens­ge­fähr­lich sein. Blu­tun­gen wäh­rend der Schwan­ger­schaft sind im­mer ein An­lass, den Arztdie Ärz­tin auf­zu­su­chen, da sie Hin­wei­se auf ei­ne dro­hen­de Fehl­ge­burt sein kön­nen.

Ge­gen In­fek­ti­ons­krank­hei­ten wie zum Bei­spiel Rö­teln hilft ei­ne recht­zei­ti­ge Im­mu­ni­sie­rung. Ge­gen an­de­re In­fek­ti­ons­krank­heiten wie zum Bei­spiel Wind­po­cken, Lis­te­rio­se und To­xo­plas­mo­se kön­nen Sie durch Ihr Ver­hal­ten zum Schutz bei­tra­gen. Falls Sie in Ma­la­ria-Ge­biet rei­sen, müs­sen Sie sich mit den Vor- und Nach­tei­len der Ma­la­ria­pro­phy­la­xe in der Schwan­ger­schaft aus­ein­an­der­set­zen. Für die ge­sun­de Ent­wick­lung ist es wich­tig, be­ste­hen­de In­fek­tio­nen wie Aids, He­pa­ti­tis oder Lis­te­rio­se zu er­ken­nen, um ge­ge­be­nen­falls recht­zei­tig me­di­zi­nisch ein­zu­grei­fen und Ge­fahr für Mut­ter und Kind ab­zu­wen­den.

Die Vor­sor­ge­un­ter­su­chungen brin­gen auch Auf­fäl­lig­kei­ten an den Tag, wie Ge­bär­mut­ter­hals­schwä­che oder Pla­zen­ta­in­suf­fi­zi­enz, ge­gen die der Arztdie Ärz­tin wahr­schein­lich so­fort ei­ne The­ra­pie ein­lei­ten wird.