Mehrlingsschwangerschaft

Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten sind sel­ten. Rech­net man die Schwan­ger­schaften nicht mit, die durch Hor­mon­be­hand­lun­gen ent­stan­den sind, so ist die Häu­fig­keit wie folgt:

Zwil­lin­ge

1 auf 85 Ge­burten

Dril­lin­ge

1 auf (85 mal 85=) 7.225 Ge­bur­ten

Vier­lin­ge

1 auf (85 mal 85 mal 85=) 614.125 Ge­bur­ten

Ei­ne Mehr­lings­schwan­ger­schaft kann vom Arztvon der Ärz­tin schon ab der vier­ten Wo­che im Ul­tra­schall er­kannt wer­den. 

Ein­ei­ige und zwei­ei­ige Zwil­lin­ge

Es gibt ein­ei­ige Zwil­lin­ge und zwei­ei­ige Zwil­lin­ge. Ein­ei­ige Zwil­lin­ge sind gleich­ge­schlecht­lich, se­hen sich sehr ähn­lich und be­sit­zen iden­ti­sche Erb­an­la­gen. Zwei­ei­ige Zwil­lin­ge kön­nen gleich- oder ver­schie­den­ge­schlecht­lich sein und äh­neln sich wie nor­ma­le Ge­schwis­ter. Bei Dril­lings- oder Vier­lings­schwan­ger­schaf­ten gibt es ver­schie­de­ne Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten.

Ri­si­ken ei­ner Mehr­lings­schwan­ger­schaft

In­fol­ge der ver­stärk­ten me­cha­ni­schen und funk­tio­nel­len Be­las­tung wird die Mehr­lings­schwan­ger­schaft vom Gy­nä­ko­lo­genvon der Gy­nä­ko­lo­gin im­mer als Ri­si­ko­schwan­ger­schaft ein­ge­ord­net. Da bei Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten häu­fi­ger Pro­ble­me auf­tre­ten als in "Ein­lings­schwan­ger­schaf­ten", wird der Arztdie Ärz­tin ei­ne eng­ma­schi­ge Über­wa­chung emp­feh­len. So kön­nen Ri­si­ken und Pro­ble­me recht­zei­tig er­kannt und be­han­delt wer­den. Da­mit Frau­en, die Mehr­lin­ge er­war­ten, bes­ser mit den Be­schwer­den um­ge­hen kön­nen, soll­ten sie wis­sen, ob und wel­che der Pro­ble­me wirk­lich ernst zu neh­men sind.

Häu­fi­ge Pro­ble­me durch die Mehr­lings­schwan­ger­schaft

Häu­fi­ge Pro­ble­me, die auf­grund ei­ner Mehr­lings­schwan­ger­schaft auf­tre­ten kön­nen, sind ver­stärk­te Schwan­ger­schafts­be­schwer­den wie Übel­keit. Wenn die Kin­der dann im Ver­lauf der Schwan­ger­schaft schwe­rer wer­den, kann es mehr und mehr zu me­cha­ni­schen Be­schwer­den kom­men. Die gro­ße Ge­bär­mut­ter drückt ge­gen Ma­gen und Zwerch­fell und kann Sod­bren­nen ver­ur­sa­chen. Manch­mal drü­cken die Kin­der auf die Bla­se und ver­ur­sa­chen stän­di­gen Harn­drang, durch den Druck kann so­gar un­kon­trol­liert Urin ab­ge­hen. Auch Was­ser­an­samm­lun­gen (Öde­me) und Krampf­adern ma­chen Zwil­lings­müt­tern mehr zu schaf­fen, als an­de­ren wer­den­den Müt­tern. Es kommt in ei­ner Mehr­lings­schwan­ger­schaft häu­fi­ge zur ei­ner Pla­zen­ta­in­suf­fi­zi­enz und auch häu­fi­ger zu ei­ner Schwan­ger­schafts­ges­to­se. Auch kommt es häu­fi­ger zur vor­zei­ti­gen Öff­nung des Mut­ter­mundes. Dann be­steht die Ge­fahr ei­ner Früh­ge­burt. Da­mit sol­che Ri­si­ken recht­zei­tig er­kannt wer­den kön­nen, ist ei­ne re­gel­mä­ßi­ge, sorg­fäl­ti­ge und eng­ma­schi­ge spe­zi­el­le Über­wa­chung ne­ben der re­gu­lä­ren Schwan­ge­ren­vor­sor­ge be­son­ders wich­tig.

Ge­plan­te Ent­bin­dung

Die Schwan­ger­schaft von Mehr­lin­gen wird häu­fig ge­plant nach der 38. Schwan­ger­schafts­wo­che be­en­det. Je nach Grö­ße und La­ge der Fe­ten wird man ent­schei­den, ob ei­ne Ge­burt ein­ge­lei­tet wird, ob ei­ne nor­ma­le Ent­bin­dung oder ein Kai­ser­schnitt an­zu­ra­ten ist. Bei Dril­lin­gen oder Vier­lin­gen wird der Arztdie Ärz­tin im­mer zu ei­nem Kai­ser­schnitt ra­ten. Ei­ne Mehr­lings­ent­bin­dung ist im­mer kri­ti­scher als die Ge­burt von nur ei­nem Kind.

Wel­che Kli­nik

Oft­mals wer­den Mehr­lings­kin­der früh­zei­tig ge­bo­ren und müs­sen noch kin­der­ärzt­lich be­treut wer­den. Da­her ist es rat­sam, dass sich Mehr­lings­el­tern früh­zei­tig dar­über in­for­mie­ren, wo die nächs­te auf Mehr­lin­ge spe­zia­li­sier­te Kli­nik mit an­ge­schlos­se­ner Kin­der­kli­nik liegt. Hier kön­nen Sie und Ih­re Kin­der wäh­rend und nach der Ge­burt am bes­ten ver­sorgt wer­den.