Das Moebius Syndrom

El­tern freu­en sich nach der Ge­burt ih­res Kin­des auf das ers­te lä­cheln Ih­res Ba­bys, aber Säug­lin­ge, die mit dem Mö­bi­us-Syn­drom (oku­lo­fa­zia­le Par­e­se) ge­bo­ren wer­den, kön­nen nicht lä­cheln. Die Krank­heit wur­de zu­erst 1888 von dem deut­schen Neu­ro­lo­gen Paul Ju­li­us Mö­bi­us (1853–1907) be­schrie­ben.

Was ist das Mö­bi­us Syn­drom?

Vom Mö­bi­us Syn­drom be­trof­fe­ne Per­so­nen sind oft von ih­rer Ge­sichts­mi­mik her nicht in der La­ge zu lä­cheln bzw. zu la­chen, mit der Stirn zu run­zeln oder mit den Au­gen zu blin­zeln. Oft kommt es auch zu Be­ein­träch­ti­gun­gen an den Au­gen­mus­keln, so dass ei­ne seit­li­che Be­we­gung der Au­gen nur un­zu­rei­chend oder gänz­lich un­mög­lich ist. Beim Mö­bi­us Syn­drom han­delt es sich um ei­nen De­fekt der aus Schä­den am 6. und 7. kra­nia­len Ge­sichts­nerv re­sul­tiert. Es kön­nen auch an­de­re Hirn­ner­ven be­ein­flusst wer­den.

Die Aus­wir­kun­gen des Mö­bi­us Syn­droms sind nicht auf das Ge­sicht be­schränkt. Nicht sel­ten ge­hen sie ein­her mit Schwie­rig­kei­ten beim At­men, Sprach­stö­run­gen, Schluck­stö­run­gen und Schlaf­stö­run­gen. Et­wa 30 Pro­zent al­ler Kin­der mit Mö­bi­us Syn­drom, sind auch au­tis­tisch.

Ein le­ben oh­ne Mi­mik

Ein Le­ben oh­ne Mi­mik und ins­be­son­de­re mi­mi­sches La­chen stö­ßt im so­zia­len Um­feld im­mer wie­der auf Ab­leh­nung und ist mit kon­kre­ter Aus­gren­zung ver­bun­den. Je­de So­zia­li­sa­ti­ons­pha­se stellt sich als gro­ße Her­aus­for­de­rung dar.


Selbst­hil­fe­grup­pen ge­ben in der Re­gel Hil­fe­stel­lung bei Pro­ble­men, wie der Er­näh­rung, Chir­ur­gie und The­ra­pie.


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