Kaiserschnitt

Der Kai­ser­schnitt (sec­tio cae­sarea) ist ei­ne ge­burts­hilf­li­che Ope­ra­ti­on wäh­rend der Schwan­ger­schaft, die zur Ent­bin­dung des Kin­des führt. Die Bauch­höh­le und die Ge­bär­mut­ter wer­den un­ter Nar­ko­se auf­ge­schnit­ten und das Kind ent­bun­den. Ein Kai­ser­schnitt wur­de frü­her aus­schliess­lich aus me­di­zi­ni­schen Grün­den durch­ge­führt, um Mut­ter und Kind zu schüt­zen. Heu­te gibt es den so ge­nann­ten Wunsch­kai­ser­schnitt, der nicht aus me­di­zi­ni­schen Er­wä­gun­gen, son­dern nur auf Wunsch der Mut­ter durch­ge­führt wird.

Man un­ter­schei­det zwi­schen

  • ge­plan­ten Kai­ser­schnitt aus me­di­zi­nisch sinn­vol­len Grün­den
  • Wunsch­kai­ser­schnitt
  • Not­fall­kai­ser­schnitt

Me­di­zi­nisch sinn­vol­ler Kai­ser­schnitt

Es gibt ver­schie­de­ne Grün­de, die ei­nen Kai­ser­schnitt not­wen­dig ma­chen. Zum Bei­spiel: wenn das Kind über­mä­ßig groß ist, wenn es Pro­ble­me wäh­rend der Schwan­ger­schaft gab wie z.B. ei­ne Ges­to­se oder ein HELLP-Syn­drom, bei ei­nem Na­bel­schnur­vor­fall, wenn sich der Mut­ter­ku­chen vor­zei­tig löst, bei ei­ner HIV - oder ei­ner aku­ten Her­pes-Ge­ni­ta­lis-In­fek­ti­on und bei ver­schie­de­nen La­ge­ano­ma­li­en des Kin­des.

In Deutsch­land kom­men heu­te et­wa 25 Pro­zent der Kin­der mit Kai­ser­schnitt zur Welt - die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO emp­fiehlt ei­ne Kai­ser­schnit­tra­te von 10 Pro­zent. Ei­ne Ent­bin­dung per Kai­ser­schnitt geht mit ei­nem er­höh­ten Kom­pli­ka­ti­ons- und Sterb­lich­keits­ri­si­ko für die Mut­ter und mit ei­nem er­höh­ten Ri­si­ko ei­ner Tot­ge­burt ein­her.

Wunsch­kai­ser­schnitt

Der so ge­nann­te Wunsch­kai­ser­schnitt wird nicht aus me­di­zi­ni­schen Er­wä­gun­gen, son­dern nur auf Wunsch der Mut­ter durch­ge­führt. Es gibt Frau­en, die möch­ten den Stress der Ge­burt ent­ge­hen, ha­ben Angst vor ei­ner va­gi­na­len Ent­bin­dung oder möch­ten die Ent­bin­dung selbst ter­mi­nie­ren.

Nar­ko­se

Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten der Be­täu­bung bei ei­nem Kai­ser­schnitt - ei­ne Voll­nar­ko­se oder ört­li­che Be­täu­bung. Bei ei­nem ge­plan­ten Kai­ser­schnitt kann sich die Schwan­ge­re ent­schei­den, ob die Schnit­t­ent­bin­dung un­ter Voll­nar­ko­se oder mit ei­ner ört­li­chen Be­täu­bung durch­ge­führt wer­den soll. Bei ei­nem not­fall­mä­ßi­gen Kai­ser­schnitt kann es sein, dass der Arztdie Ärz­tin schnell zu der ein oder an­de­ren Be­täu­bung rät, je nach­dem, wel­che Me­tho­de ge­ra­de sinn­vol­ler ist.

Kai­ser­schnitt bei Zwil­lin­gen

Bei ei­ner Zwil­lings­schwan­ger­schaft kann in sehr sel­te­nen Fäl­len der ers­te Zwil­ling spon­tan ge­bo­ren wer­den und der zwei­te Zwil­ling mit Kai­ser­schnitt. Ei­ne Kai­ser­schnit­t­ent­bin­dung bei Zwil­lin­gen kann not­wen­dig wer­den, wenn ...

  • beim zwei­ten Kind die Herz­tö­ne schlech­ter wer­den,
  • ei­nes der Kin­der oder bei­de Kin­der sehr klein sind,
  • der zwei­te Zwil­ling auf mehr als 500 Gramm schwe­rer ge­schätzt wird als der ers­te Zwil­ling,
  • der ers­te Zwil­ling in Be­cke­nend- oder in Quer­la­ge liegt.

Nach ei­nem Kai­ser­schnitt

Ein Kai­ser­schnitt ist für die Mut­ter in den ers­ten Ta­gen nach der Ent­bin­dung nicht nur we­gen der ver­ab­reich­ten Nar­ko­se und der Kai­ser­schnitt­nar­be recht an­stren­gend. Vie­le Frau­en ver­mis­sen das be­frie­di­gen­de Er­leb­nis, ein Kind mit We­hen selbst auf die Welt ge­bracht zu ha­ben und lei­den noch jah­re­lang vor al­lem psy­chisch un­ter dem ope­ra­ti­ven Ein­griff.

Mis­gav-Ladach-Me­tho­de

Die meis­ten Ba­bys, die mit ei­nem Kai­ser­schnitt zur Welt kom­men, wer­den mit der "Mis­gav-Ladach-Me­tho­de" Me­tho­de zur Welt ge­bracht. Mehr dar­über hier.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!