Natürliche Geburt

Ei­ne Ge­burt oder die Ent­bin­dung ist der na­tür­li­che Pro­zess am En­de der Schwan­ger­schaft, bei dem der Fö­tus die Ge­bär­mut­ter der Mut­ter ver­lässt. Die Ge­burt ei­nes Kin­des ist et­was Na­tür­li­ches und be­darf im Nor­mal­fall kei­ner tech­ni­schen Hilfs­mit­tel.

Wis­sen ver­mei­det Ängs­te

Die Ge­burt ist in ei­ner angst­frei­en, ent­spann­ten At­mo­sphä­re leich­ter zu be­wäl­ti­gen, be­son­ders dann, wenn Frau­en ih­rer In­tui­ti­on fol­gend ih­re Ge­burts­po­si­ti­on frei wäh­len kön­nen. Op­ti­mal ist es, wenn sich die Ge­bä­ren­de frei ent­schei­den kann, ob sie sit­zend, ste­hend, lie­gend, im Was­ser, mit oder oh­ne be­son­de­re Mö­bel wie dem Ge­burts­rad, dem Par­to­ball oder an­de­ren Hilfs­mit­teln ent­bin­den möch­te.

Selbst­ent­schei­dung senkt Kom­pli­ka­tio­nen

Wenn Frau­en selbst ent­schei­den kön­nen, wie sie ge­bä­ren, tre­ten nach­weis­lich we­ni­ger Kom­pli­ka­tio­nen auf. Frau­en, die op­ti­mal auf ih­re Ent­bin­dung vor­be­rei­tet sind, ha­ben nach­weis­lich we­ni­ger Angst und ver­lan­gen deut­lich we­ni­ger Schmerz­mit­tel und Über­wa­chungs­tech­nik, als sol­che, die sich blind und ah­nungs­los der Si­tua­ti­on er­ge­ben.

Die na­tür­li­che ist die auf­rech­te Ge­bär­po­si­ti­on

Auf ei­ner et­wa 10.000 Jah­re al­ten Fels­ma­le­rei aus der Zen­tral­sa­ha­ra ist die äl­tes­te Ge­burts­dar­stel­lung zu fin­den: Sie zeigt ei­ne Ge­burt im Ste­hen. Die üb­li­che Rü­cken­la­ge im Bett ist für den na­tür­li­chen Ge­burts­ab­lauf un­güns­tig. Lässt man Frau­en frei ent­schei­den, in wel­cher Po­si­ti­on Sie ent­bin­den wol­len, so wäh­len die we­nigs­ten die Rü­cken­la­ge im Bett. Bei ei­ner Ge­bär­po­si­ti­on in auf­rech­ter Hal­tung drückt das Ge­wicht von Ba­by, Frucht­was­ser und Ge­bär­mut­ter nach un­ten und trägt da­zu bei, den Mut­ter­mund zu öff­nen. Im Ho­cken, Sit­zen, Kni­en oder Ste­hen hat die Schwan­ge­re mehr Kraft zum Mit­pres­sen. Der Druck der Ute­rusmus­ku­la­tur wirkt sich stär­ker aus, die We­hen sind ef­fek­ti­ver und schie­ben das Ba­by schnel­ler vor­an. Kennt­nis­se über den Ge­burts­ver­lauf, die rich­ti­gen Atem­tech­ni­ken und die We­hen sind die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung für ei­ne na­tür­li­che Ge­burt.

Die Heb­am­me ist die ein­zi­ge, die ei­ne Ge­burt al­lein lei­ten darf

Nach dem deut­schen und dem ös­ter­rei­chi­schem Recht ist die Heb­am­me die ein­zi­ge, die ei­ne Ge­burt al­lei­ne lei­ten darf. Ei­ne Heb­am­me lei­tet die re­gel­rech­te Ge­burt ab We­hen­be­ginn völ­lig selb­stän­dig oh­ne ArztÄrz­tin. Nach dem deut­schen Heb­am­men­ge­setz be­steht die Hin­zu­zie­hungs­pflicht ei­ner Heb­am­me, das heisst ein Arztei­ne Ärz­tin darf nur im Not­fall ei­ne Ge­burt oh­ne Heb­am­me durch­füh­ren.

Me­di­zin­tech­ni­sche Hil­fe für Not­fäl­le

Kommt es wäh­rend der Ent­bin­dung zu Pro­ble­men, kön­nen ver­schie­de­ne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel ein­ge­setzt wer­den, wenn die­se auf na­tür­li­chem We­ge nicht ge­löst wer­den kön­nen. Die High-Tech Me­di­zin bei der Ge­burtshilfe konn­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in vie­len Pro­blem­si­tua­tio­nen Le­ben ret­ten. Frau­en se­hen aber durch­aus die Ge­fahr, dass die sach­lich küh­le Kli­ni­k­at­mo­sphä­re und die ­rou­ti­ne­mä­ßi­ge An­wen­dung ge­burts­hilf­li­cher Maß­nah­men den na­tür­li­chen Ge­burts­ab­lauf be­hin­dern, so dass Ein­grif­fe da­durch erst nö­tig wer­den. Sie be­vor­zu­gen da­her oft die na­tür­li­che Ent­bin­dung in ei­ner na­tür­li­che­ren Um­ge­bung wie z.B. ei­ne Haus­ge­burt oder ei­ne Ge­burt im Ge­burts­haus.

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