Schwangerschaftsbeschwerden: Übelkeit und Erbrechen

Auch Übel­keit und Er­bre­chen zäh­len zu den ty­pi­schen Schwan­ger­schafts­be­schwer­den. Die schwan­ger­schafts­be­ding­te Übel­keit wird oft auch als "mor­gend­li­che Übel­keit" be­zeich­net. Häu­fig sind schwan­ge­re Frau­en im ers­ten Tri­mes­ter nach dem Auf­wa­chen von der Übel­keit so stark be­trof­fen, dass sie sich auch über­ge­ben müs­sen. Auch wenn Sie den Ein­druck ha­ben, das Er­bre­chen geht nie vor­über, ist es so, dass das Phä­no­men meist nach dem ers­ten Tri­mes­ter vor­bei geht.

Was Sie selbst tun kön­nen:

  • Neh­men Sie häu­fi­ger klei­ne Mal­hzei­ten zu sich - eher 6 bis 8 klei­ne Mahl­zei­ten als 3 mit gro­ßen Men­gen.
  • Ver­mei­den Sie fet­tes, fri­tier­tes und stark ge­würz­tes Es­sen.
  • Es­sen Sie schon mor­gens im Bett ein paar Kek­se oder Zwie­back mit (Kräu­ter-) Tee.
  • Kau­en Sie im­mer wie­der Man­deln, Son­nen­blu­men­ker­ne und Nüs­se, bis ein ge­schmack­lo­ser Brei im Mun­de ent­steht; dies bin­det die Säu­re im Ma­gen.
  • Kau­en Sie ro­he Ha­fer­flo­cken; das hat ei­nen ähn­li­chen Ef­fekt und bin­det die Säu­re im Ma­gen.
  • La­ven­del­wi­ckel auf den Ma­gen (12 Trop­fen La­ven­del­öl auf 1 l Was­ser).
  • Trin­ken Sie Tee aus ge­rie­be­ner Ing­wer­wur­zel.
  • Ver­su­chen Sie, re­gel­mä­ßig koh­len­säu­re­hal­ti­ge Ge­trän­ke zu trin­ken wie Mi­ne­ral­was­ser, Gin­ger Ale o.ä.
  • Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie ge­nü­gend Flüs­sig­keit zu sich neh­men und dass Sie nicht aus­trock­nen. De­hy­dra­ti­on kann für Sie und Ihr Ba­by ge­fähr­lich wer­den.
  • Fra­gen Sie Ih­ren ArztIh­re Ärz­tin ob es mög­li­cher­wei­se ei­ne gu­te Idee ist, Vit­amin B6 ge­gen die Übel­keit zu neh­men.
  • Falls Sie den Ein­druck ha­ben, dass die Übel­keit und das Er­bre­chen zu hef­tig wer­den und Sie sehr ein­schränkt und schwächt, soll­ten Sie mit Ih­rem be­han­deln­den ArztIh­rer be­han­deln­den Ärz­tin Rück­spra­che hal­ten.

Sport ist gut ge­gen Übel­keit und Er­bre­chen

Stu­di­en ha­ben ge­zeigt, dass Frau­en, die schon zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft Sport trei­ben, deut­lich sel­te­ner mit Schwan­ger­schafts­übel­keit und Schwan­ger­schafts­er­bre­chen zu kämp­fen ha­ben als Frau­en, die kei­nen Sport trei­ben.

Wenn das Er­bre­chen zur Krank­heit wird

Bei ei­ni­gen Schwan­ge­ren ist das Er­bre­chen im ers­ten Tri­mes­ter so stark, dass die Ge­fahr der Man­gel­er­näh­rung und De­hy­dra­ti­on be­steht. Dies nennt man Hy­pe­re­me­sis Gra­vi­dar­um (HG). Die Hy­pe­re­me­sis gra­vi­dar­um gilt als be­hand­lungs­be­dürf­ti­ge Er­kran­kung und muss ge­ge­be­nen­falls im Kran­ken­haus be­han­delt wer­den.