Eisenmangel

Ei­sen ist ein es­sen­ti­el­les Spu­ren­ele­ment, wel­ches in der Schwan­ger­schaft für Mut­ter und das Kind für die kör­per­li­che und geis­ti­ge Ent­wick­lung des Ba­bys und die Blut­bil­dung sehr wich­tig ist.

Im Blut­farb­stoff Hä­mo­glo­bin ist Ei­sen für den Sau­er­stoff­trans­port not­wen­dig. Ein Ei­sen­man­gel wird auch als Blut­ar­mut be­zeich­net. Frau­en lei­den häu­fig an Ei­sen­man­gel. Wäh­rend der Mens­trua­ti­on ver­liert der Kör­per et­wa 15 Mil­li­gramm Ei­sen, bei der Ge­burt ei­nes Kin­des et­wa 1000 Mil­li­gramm.

Ta­ges­be­darf

Der Ta­ges­be­darf an Ei­sen be­trägt für Er­wach­se­ne zwi­schen 10 und 15 Mil­li­gramm - wäh­rend der Schwan­ger­schaft wer­den 20 Mil­li­gramm Ei­sen pro tag emp­foh­len. Ei­sen ist ent­hal­ten in Fleisch, Le­ber, Se­sam, Hir­se, Hül­sen­früch­ten und Voll­korn­brot. Bei gleich­zei­ti­ger Auf­nah­me von Milch­pro­duk­ten und Tee wird die Auf­nah­me von Ei­sen ge­hemmt.

Ei­sen­man­gel beim Ba­by durch Stress der Mut­ter

Im Ash­ke­lon Aca­de­mic Col­le­ge und dem Bar­zi­lai Me­di­cal Cen­ter in Is­ra­el und der Uni­ver­si­tät in Mi­chi­gan, wur­de bei ei­ner Un­ter­su­chung fest­ge­stellt, dass Stress im ers­ten Tri­mes­ter der Schwan­ger­schaft Ei­sen­man­gel beim Em­bryo her­vor­ruft. Dr. Ri­nat Ar­mo­ny-Si­v­an un­ter­such­te hier­für den Ei­sen­wert im Na­bel­schnur-Blut von 63 Neu­ge­bo­re­nen, de­ren Müt­ter den Ra­ke­ten­an­grif­fen aus dem Ga­za­strei­fen aus­ge­setzt wa­ren. Al­le hat­ten ei­nen si­gni­fi­kant nied­ri­ge­ren Ei­sen­wert als ei­ne Kon­troll­grup­pe von 77 Neu­ge­bo­re­nen. "Schwan­ge­re Frau­en soll­ten sich be­wusst sein, dass sich ih­re Ge­sund­heit, Er­näh­rung, Stress und Geis­tes­zu­stand auf die Ge­sund­heit und das Wohl­be­fin­den ih­res Kin­des aus­wirkt." so Dr. Ri­nat Ar­mo­ny-Si­v­an.

Sym­pto­me des Ei­sen­man­gels in der Schwan­ger­schaft

Ein Man­gel an Ei­sen in der Schwan­ger­schaft, ei­ne An­ämie, be­trifft nicht nur die Mut­ter, son­dern kann auch die ge­sun­de Ent­wick­lung des Un­ge­bo­re­nen be­ein­träch­ti­gen. Ei­sen­man­gel kann sich als Bläs­se und Mü­dig­keit zei­gen, in Ap­pe­tit- und Atem­lo­sig­keit. Der Im­mun­sta­tus kann er­nied­rigt sein und das Ri­si­ko für ei­ne Früh­ge­burt kann er­höht sein. Ein Ei­sen­man­gel kann der Grund für ein nied­ri­ges Ge­burts­ge­wicht sein, und ex­tre­mer Ei­sen­man­gel kann zu schwe­ren Stö­run­gen der geis­ti­gen und kör­per­li­chen Ent­wick­lung des Kin­des füh­ren.

Der Be­darf an Ei­sen wäh­rend der Schwan­ger­schaft ist zwi­schen dem drit­ten und fünf­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat am höchs­ten.

Im Rah­men der Schwan­ger­schafts­vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen wird der Ei­sen­sta­tus re­gel­mä­ßig kon­trol­liert. Hier­für wird meist der Hä­mo­glo­bin-(Hb-)Wert im Blut ge­mes­sen, der aber ei­nen Ei­sen­man­gel erst recht spät an­zeigt. Ei­ne Kon­trol­le des Se­rum-Fer­ri­tin-Wer­tes hin­ge­gen, lässt den Ei­sen­man­gel schon frü­her er­ken­nen..

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