Fruchtwasser: Oligohydramnion

Oli­go­hy­dram­ni­on nennt man es, wenn bei ei­ner Schwan­ger­schaft ei­ne zu ge­rin­ge Frucht­was­sermen­ge vor­han­den ist. Oli­go­hy­dram­ni­on tritt bei et­wa 0,5 bis vier Pro­zent al­ler Schwan­ger­schaf­ten auf. Im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel (drit­ten Tri­me­non) liegt bei et­wa drei bis fünf Pro­zent al­ler Schwan­ger­schaf­ten ei­ne ver­min­der­te Frucht­was­ser­men­ge vor.

Was ist ei­ne zu ge­rin­ge Frucht­was­ser­men­ge?

Die Men­ge des Frucht­was­sers wird bei je­der Schwan­ger­schafts­vor­sor­ge­un­ter­su­chung er­mit­telt. Als Oli­go­hy­dram­ni­on be­zeich­net man es, wenn we­ni­ger als 200 ml bis 500 ml Frucht­was­ser vor­han­den ist - bzw. wenn im drit­ten Tri­mes­ter der Frucht­was­ser­index (AFI) we­ni­ger als 51 mm oder das Frucht­was­ser­de­pot zwi­schen dem Fö­tus, der Pla­zen­ta und der Ge­bär­mut­terwand klei­ner als 20 mm (ver­ti­kal ge­mes­sen) be­trägt.

Falsch po­si­ti­ve Wer­te

Wird der Frucht­was­ser­index zu­grun­de ge­legt, kommt es zu vie­len falsch po­si­ti­ven Er­geb­nis­se, d.h. es wird zu­nächst häu­fi­ger ein Oli­go­hy­dram­ni­on dia­gnos­ti­ziert, das sich aber spä­ter nicht be­stä­tigt. Aus die­sem Grund gilt es si­che­rer, das Frucht­was­ser­de­pot zwi­schen dem Fö­tus, der Pla­zen­ta und der Ge­bär­mut­ter­wand zu mes­sen. Wenn die­se min­des­tens 20 mm be­trägt, wird dies als aus­rei­chend an­ge­se­hen.

Ur­sa­chen für Oli­go­hy­dram­ni­on

Fol­gen­de Grün­de kom­men als Ur­sa­che für ei­ne zu ge­rin­ge Frucht­was­ser­men­ge in Fra­ge: