Gebärmutterhalsschwäche

Ei­ne Ge­bär­mut­terhals­schwä­che oder Zer­vi­x­in­suf­fi­zi­enz, liegt vor, wenn sich der Ge­bär­mut­ter­hals so ver­än­dert, das die Ver­schlu­ßkraft des Ge­bär­mut­ter­hal­ses das Kind nicht si­cher bis zum En­de der Schwan­ger­schaft in der Ge­bär­mut­ter hal­ten kann. Ei­ne Zer­vi­x­in­suf­fi­zi­enz tritt am häu­figs­ten zwi­schen dem vier­ten und sechs­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat auf.

Was ge­schieht bei ei­ner Ge­bär­mut­ter­hals­schwä­che?

Mit zu­neh­men­dem Wachs­tum des Kin­des ver­kürzt sich der obe­re Ge­webs­ab­schnitt des Ge­bär­mu­ter­hal­ses und wird mehr und mehr mit in die Ge­bär­mut­ter ein­be­zo­gen. Das ist bei ei­ner ge­sun­den Schwan­ger­schaft um den Ge­burtster­min her­um völ­lig nor­mal. Ver­kürzt sich aber der Ge­bär­mut­ter­hals schon Wo­chen vor dem er­rech­ne­ten Ge­burts­ter­min, so be­steht die Ge­fahr der früh­zei­ti­gen We­hen und ei­ner früh­zei­ti­gen Ge­burt.

Was ist nor­mal?

Wenn die Län­ge des Ge­bär­mut­ter­hal­ses ei­ni­ge Wo­chen vor dem ge­plan­ten Ent­bin­dungs­ter­min we­ni­ger als 2,5 cm be­trägt, spricht man von ei­ner Ge­bär­mut­ter­hals­schwä­che.

Was kann pas­sie­ren?

Wenn sich der Mut­ter­mund lang­sam oh­ne spür­ba­re We­hent­ä­tig­keit öff­net, kann es (oft zwi­schen dem 4. und 6. Schwan­ger­schafts­mo­nat) über­ra­schend zum Bla­sen­sprung mit ei­ner nach­fol­gen­den Fehl­ge­burt kom­men. 

Wie kommt es zur Zer­vi­x­in­suf­fi­zi­enz?

Ei­ne Zervixinsuffizienz, die Erschlaffung und ungenügende Engstellung des Gebärmutterhalses, tritt häufiger auf bei Mehrlingsgeburten, und nach gynäkologischen Eingriffen, bei denen das Bindegewebe geschädigt worden ist (z.B. nach einer Operation am Gebärmutermund oder nach Schwangerschaftsabbrüchen). Der Gebärmutterhals kann sich aber auch in Folge einer In­fek­ti­on ver­kürz­ten und zu ei­ner Fehl- oder Früh­ge­burt füh­ren.