Placenta Praevia

Als Pla­cen­ta prae­via be­zeich­net man ei­ne Fehl­la­ge der Pla­zen­ta. Hier­bei ist die­se in der Nä­he des Ge­bär­mut­terha­les ein­ge­nis­tet und über­deckt den Ge­burtska­nal ganz oder teil­wei­se. Man spricht von ei­ner Pla­cen­ta prae­via erst nach der voll­ende­ten 24. Schwan­ger­schaftswo­che - vor­her wä­re noch ein nach oben Wach­sen des Mut­ter­ku­chens mög­lich.

Häu­fig­keit

Ei­ne Fehl­la­ge der Pla­zen­ta kommt et­wa in ei­ner von 200 Schwan­ger­schaf­ten vor. Ein ge­häuf­tes Auf­tre­ten fin­det sich nach vor­aus­ge­gan­ge­nen Kai­ser­schnitten, Aus­scha­bun­gen und meh­re­ren vor­aus­ge­gan­ge­nen Ge­bur­ten. Wahr­schein­lich weil die Ri­ki­fak­to­ren in den letz­ten Jah­ren zu­ge­nom­men ha­ben, hat auch die Häu­fig­keit die­ser Fehl­la­ge in den letz­ten Jah­ren zu­ge­nom­men.

Was sind die Ri­si­ko­fak­to­ren?

Die Ri­si­ko­fak­to­ren für ei­ne Pla­cen­ta prae­via sind

  1. Frü­he­re Ope­ra­tio­nen an der Ge­bär­mut­ter
  2. Frü­he­re Kai­ser­schnit­te
  3. Vor­aus­ge­gan­ge­ne Pla­cen­ta prae­via
  4. Ge­burt von Zwil­lin­gen oder Dril­lin­gen
  5. Frü­he­re Ge­bur­ten

Sym­pto­me

Das ty­pi­sche Sym­ptom der Pla­cen­ta prae­via ist ei­ne va­gi­na­le Blu­tung, meist in der Mit­te der Schwan­ger­schaft. Die­se Blu­tung ist meist schmerz­los, frisch, hell­rot und wie­der­keh­rend. Der Bauch ist weich und nicht druck­emp­find­lich. Die Pla­cen­ta prae­via kann auch mit fol­gen­den Re­gel­wid­rig­kei­ten ein­her­ge­hen: der kind­li­che Kopf hat bei Erst­ge­bä­ren­den et­wa zur Zeit des Ent­bid­nungs­ter­mins das Ba­by noch nicht in Ge­burts­po­si­ti­on oder in fal­scher La­ge liegt (Be­cke­nend­la­ge, Quer­la­ge).

Wie wird mit ei­ner Pla­cen­ta prae­via ent­bun­den?

Die The­ra­pie ist ab­hän­gig vom Schwan­ger­schafts­al­ter und den Sym­pto­men. Ge­ge­be­nen­falls ist ei­ne Auf­nah­me ins Kran­ken­haus er­for­der­lich. Bei ei­ner voll­stän­di­ge Pla­cen­ta prae­via, al­so wenn die Pla­zen­ta den Ge­burts­ka­nal voll­stän­dig ver­schliesst, wird ein Kai­ser­schnitt not­wen­dig sein. Der Kai­ser­schnitt wird recht­zei­tig vor dem er­rech­ne­ten Ent­bin­dungs­ter­min ter­mi­niert, um zu ver­hin­dern, dass es zu we­hen kommt.