Die weiblichen Geschlechtsorgane: Gebärmutter

Die Ge­bär­mut­ter (Ute­rus) be­steht aus zwei Tei­len, dem Ge­bär­mut­ter­kör­per (Cor­pus ute­ri) und dem Hals­teil (Zer­vix, Cer­vix ute­ri oder Por­tio). Der Ge­bär­mut­ter­hals ent­hält den Zer­vix­ka­nal, der sich zur Schei­de hin als äu­ße­rer Mut­ter­mund öff­net. Der Zer­vix­ka­nal ist durch ei­nen zä­hen Schle­impf­ropf ver­schlos­sen.  

Bei Frau­en, die nicht schwan­ger sind, ist der Ge­bär­mut­ter­hals durch­schnit­lich et­wa 7 cm lang.

Die Schleim­haut der Ge­bär­mut­ter ver­än­dert sich zy­klisch. Sie re­agiert sehr emp­find­lich auf die vom Ei­er­stock ge­bil­de­ten Hor­mo­ne.

Die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut baut sich je­den Mo­nat auf und wird, wenn kei­ne Schwan­ger­schaft ein­tritt, mit der Mens­trua­ti­ons­blu­tung ab­ge­sto­ßen.

Ver­än­de­run­gen des Zer­vix­schleims

Der Zer­vix­schleim ver­än­dert zur Zeit des Ei­sprungs sei­ne che­mi­sche Be­schaf­fen­heit und er­mög­licht der Sa­men­zel­le die Wan­de­rung zur Ei­zel­le. Das ge­naue Be­ob­ach­ten der Ver­än­de­run­gen des Zer­vix­schleims im Zy­klusver­lauf eig­net sich zur na­tür­li­chen Emp­fäng­nis­pla­nung (Bil­lings­me­tho­de) und kann die Tem­pe­ra­tur­mess­me­tho­de sinn­voll er­gän­zen. Das Spek­trum ih­rer Be­schaf­fen­heit geht von glas­klar durch­sich­tig über farb­los mil­chig-trüb bis hin zu weiß oder gelb­lich. Auch Kon­sis­tenz­un­ter­schie­de wie dünn­flüs­sig, zäh oder leicht fä­den­zie­hend kön­nen fest­ge­stellt wer­den.

Schich­ten der Ge­bär­mut­ter

Im nicht­schwan­ge­ren Zu­stand ist die Ge­bär­mut­ter faust­groß und bir­nen­för­mig. Die Wand der Ge­bär­mut­ter be­steht aus drei Schich­ten:

  • Pe­ri­me­tri­um
    Äu­ße­re Um­klei­dung der Ge­bär­mut­ter mit Pe­ri­to­ne­um (Bauch­fell)
  • Myo­metri­um
    Di­cke Schicht aus glat­ten Mus­kel­zel­len. Das Myometri­um ist bei ei­ner Schwan­ger­schaft in der La­ge, sich stark zu ver­grö­ßern und zu deh­nen und durch Form­ver­än­de­run­gen dem zu­neh­men­den Platz­be­dürf­nis des Kin­des und des Mut­ter­ku­chens an­zu­pas­sen.  Um sich dem Fe­tus an­zu­pas­sen, wächst das in­ne­re Vo­lu­men auf fünf Li­ter an. Un­ter der Ge­burt kon­tra­hie­ren die­se Mus­keln und ent­wi­ckeln die aus­trei­ben­de Kraft, die We­hen.
  • En­do­me­tri­um
    Die in­ne­re Höh­le wird ca­vum ute­ri ge­nannt. Die In­nen lie­gen­de Ge­bär­mut­ter­schleim­haut wird im mo­nat­li­chen Zy­klus hor­mo­nell ge­steu­ert auf- und ab­ge­baut. Kommt es in die­sem Zeit­raum nicht zu ei­ner Be­fruch­tung er­folgt die Mo­nats­blu­tung (Mens­trua­ti­on).

Ent­wick­lung der Ge­bär­mut­ter in der Schwan­ger­schaft

FundusstandWäh­rend ei­ner Schwan­ger­schaft wächst die Ge­bär­mut­ter mit dem Fö­tus. Sie dehnt sich stark nach oben und zu den Sei­ten aus und reicht am En­de der Schwan­ger­schaft bis an die Rip­pen. Nach der Ent­bin­dung schrumpft sie wie­der zu­sam­men und wird nach der Me­no­pau­se noch­mals klei­ner.