Menstruation

Die ers­te Mens­trua­ti­on auch Mens­trua­ti­ons­blu­tung, Pe­ri­ode, Re­gel, Re­gel­blu­tung oder Men­ar­che ge­nannt, si­gna­li­siert den Be­ginn der Ge­schlechts­rei­fe bei der Frau. Die ers­te Mens­trua­ti­on tritt durch­schnitt­lich et­wa im Al­ter von zwölf Jah­ren auf. Wäh­rend der ge­sam­ten Zeit der Ge­schlechts­rei­fe, bis et­wa zum 50. Le­bens­jahr, ver­än­dern sich die weib­li­chen Fort­pflan­zungsor­ga­ne zy­klisch. Die Mens­trua­ti­on wie­der­holt sich zy­klisch et­wa al­le 28 Ta­ge (+/- 6 Ta­ge).

Zy­kluslän­ge

Die Zy­kluslän­ge ist das Intervall (der Zeitraum) zwischen zwei Menstruationsblutungen und beginnt am ersten Blutungstag - unabhängig von der Länge der Blutung.

Dau­er der Mens­trua­ti­on

Die Dau­er der Mens­trua­ti­on liegt in der Re­gel zwi­schen vier und sechs Ta­gen; die Stär­ke ist in­di­vi­du­ell ver­schie­den. Durch­schnitt­lich ver­liert die Frau wäh­rend der Mens­trua­ti­on et­wa 40 ­Mil­li­li­ter Blut. Das Blu­tungs­ma­xi­mum liegt am zwei­ten Tag.

Schwan­ger?

Die Mens­trua­ti­on tritt in je­dem Zy­klus nur dann ein, wenn kei­ne Schwan­ger­schaft vor­liegt. Das Aus­blei­ben der Mens­trua­ti­on kann da­her als ein wahr­schein­li­cher Hin­weis für das Vor­lie­gen ei­ner Schwan­ger­schaft gel­ten.

Was ge­schieht?

Die Ge­bär­mut­terschleim­haut wird un­ter der Mens­trua­ti­ons­blu­tung im­mer dann ab­ge­sto­ßen, wenn die weib­li­che Ei­zel­le die­ser Pe­ri­ode un­be­fruch­tet ge­blie­ben ist und der Gelb­kör­per, der aus dem Fol­li­kel­bläs­chen ent­stan­den ist, zu­grun­de geht. So­bald der Gelb­kör­per kein Pro­ge­ste­ron mehr pro­du­ziert, kommt es zur Blu­tung. Da­nach baut sich un­ter dem Ein­fluß des Fol­li­kel­hor­mons ei­ne neue Schleim­haut auf – und der Mens­trua­ti­ons­zy­klus be­ginnt von neu­em. Die Vor­gän­ge im Ei­er­stock (Ei­rei­fung, Ei­sprung und Gelb­kör­per­bil­dung so­wie Hor­mon­bil­dung) wer­den von den go­na­do­tro­pen Hor­mo­nen (Go­na­do­tro­pin) der Hirn­an­hang­drü­se ge­steu­ert.
Kommt zur Zeit des Ei­sprungs die Be­fruch­tung zu­stan­de, er­hält sich der Gelb­kör­per über die Schwan­ger­schaft hin­aus bis nach Be­en­di­gung der Still­zeit. Meist ver­hin­dert das Pro­ges­te­ron die Rei­fung der nach­fol­gen­den Ei­zel­le. Bleibt die Be­fruch­tung je­doch aus oder ist die Still­zeit be­en­det, be­ginnt der Zy­klus er­neut; der Gelb­kör­per stirbt ab, so dass das nächs­te Ei her­an­reift.