Akupunktur

Aku­punk­tur (la­teinsch acus = Na­del und punc­tio = das Ste­chen) ist seit Jahr­tau­sen­den ein Teil­ge­biet der tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Me­di­zin, bei dem mit Na­del­sti­chen sen­so­ri­sche Rei­ze auf be­stimm­te Hautpunk­te aus­ge­übt wer­den, um die­se zu sti­mu­lie­ren.

Aku­punk­turähn­li­che The­ra­pi­en

Es gibt ne­ben der Aku­punk­tur, die aus­schlie­ß­lich die Be­hand­lung mit Na­deln um­fasst, ei­ne Rei­he von wei­te­ren, der Aku­punk­tur eng ver­wand­ten und dar­aus ab­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren, die mit Wär­me, Druck, Licht oder Elek­tri­zi­tät ähn­li­che Rei­ze auf die Haut­punk­te aus­üben, wo­durch zum Teil so­gar bes­se­re Er­fol­ge der Hei­lung er­zielt wer­den.

In kli­ni­schen Stu­di­en nach­ge­wie­sen

Wie die Aku­punk­tur und ver­wand­te Ver­fah­ren ex­akt wir­ken ist im Ein­zel­nen un­klar, un­um­strit­ten ist aber, dass Aku­punk­tur bei ei­ni­gen Dia­gno­sen hoch­wirk­sam und manch­mal so­gar wirk­sa­mer als die Schul­me­di­zin ist.

Aku­punk­tur in der Be­hand­lung des Kin­der­wunsches

Die Gy­nä­ko­lo­gin und Hor­mon­s­pe­zia­lis­tin Frau Pro­fes­sor In­grid Ger­har­d hat Jahr­zehn­te­lang die Tech­ni­ken der Aku­punk­tur zur Frucht­bar­keitsbe­hand­lung er­forscht. Ih­re Er­fol­ge spre­chen für sich. In ei­ner Hei­del­ber­ger Stu­die wur­de je­de fünf­te Frau mit Frucht­bar­keits­pro­ble­men in­ner­halb von sechs Mo­na­ten schwan­ger – und zwar oh­ne die ge­fürch­te­ten Ne­ben­wir­kun­gen wie Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten, Ge­wichts­zu­nah­me oder er­höh­te Fehl­ge­burten­ra­te.

Was kann Aku­punk­tur leis­ten?

Ohr- und Kör­pera­ku­punk­tur wird so­wohl bei Frau­en mit Zy­klusstö­run­gen als auch bei En­do­me­trio­se an­ge­wen­det. Auch zur hor­mo­nel­len Re­gu­lie­rung, wenn der Spie­gel an männ­li­chen Ge­schlechts­hor­mo­nen bei der Frau zu hoch ist, wird die Aku­punk­tur er­folg­reich ein­ge­setzt. Aku­punk­tur wird auch bei Män­nern mit ge­stör­ter Sa­menpro­duk­ti­on er­folg­reich an­ge­wen­det.

An­de­re Me­tho­den der Sti­mu­la­ti­on

Moxi­bus­ti­on, Aku­pres­sur und Re­flex­zo­nen­mas­sa­ge wir­ken ähn­lich wie die Aku­punk­tur. Durch Druck und Rei­bung ver­schie­de­ner Sti­mu­la­ti­ons­punk­te wer­den die Or­ga­ne und Or­gan­funk­tio­nen po­si­tiv be­ein­flusst. Heut­zu­ta­ge wer­den in vie­len na­tur­heil­kund­lich aus­ge­rich­te­ten frau­en­ärzt­li­chen Pra­xen The­ra­pie­for­men mit Aku­punk­tur und Aku­pres­sur an­ge­bo­ten.