Alkohol und Fertilität

Al­ko­hol be­ein­träch­tigt die Frucht­bar­keit und zwar die weib­li­che eben­so wie die männ­li­che.

Al­ko­hol und die Fol­gen für die Mut­ter in spe

Al­ko­hol schä­digt die Le­ber und kann den weib­li­chen Hor­mon­haus­halt durch­ein­an­der brin­gen. Al­ko­hol kann zur Ver­zö­ge­rung der Ei­rei­fung und zu Zy­klusstö­run­gen füh­ren. Der Be­darf an Vit­ami­nen des B-Kom­ple­xes u.a. an Fol­säu­re, so­wie an Ma­gne­si­um, Zink und Kal­zi­um kann er­höht sein und es kann ein Vit­amin­man­gel ent­ste­hen, wenn die­se Stof­fe nicht in er­höh­tem Ma­ße dem Kör­per zu­ge­führt wer­den.

Wie sind die Grenz­wer­te?

Grenz­wer­te oder ei­ne Schwel­len­do­sis, al­so ei­ne Do­sis, bei der die Frucht­bar­keit nicht be­ein­träch­tigt wird, sind nicht be­kannt.

Da­her ist es emp­feh­lens­wert schon bei ei­nem Kin­der­wunsch und gar erst in der Schwan­ger­schaft auf jeg­li­chen Al­ko­hol zu ver­zich­ten. 

Al­ko­hol als die häu­figs­te nicht­ge­ne­ti­sche Ur­sa­che ei­ner geis­ti­gen Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung

Al­ko­hol gilt bei uns als die häu­figs­te nicht­ge­ne­ti­sche Ur­sa­che ei­ner geis­ti­gen Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung und als wich­tigs­ter prä­na­ta­ler Schad­stoff beim Kind. Um die Si­cher­heit für das Kind zu ge­währ­leis­ten, wird El­tern in spe emp­foh­len, mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren und kei­nen Al­ko­hol zu trin­ken - auch das ge­le­gent­li­che "Gläs­chen in Eh­ren" könn­te nicht si­cher sein.

Al­ko­ho­lem­bryo­pa­thie

Je­des Jahr wer­den in Deutsch­land meh­re­re zehn­tau­send Kin­der mit Al­ko­hol­schä­den ge­bo­ren. Oft­mals sind die Schä­den zu­nächst oh­ne sicht­ba­re Ver­än­de­run­gen, ge­hen aber ein­her mit Hirn­leis­tungs­schwä­chen, Lern- und Ver­hal­tens­stö­run­gen.
Die Müt­ter die­ser Kin­der wa­ren al­ko­hol­ab­hän­gig und tran­ken Al­ko­hol ent­we­der epi­so­den­haft ex­zes­siv ("Voll­rausch", "Quar­tals­säu­fer") oder auch täg­lich - aber wie oben er­wähnt: es gibt kei­ne si­cher Men­ge an Al­ko­hol in der Schwan­ger­schaft.

Al­ko­hol und der Va­ter in spe

Et­wa 70 Ta­ge dau­ert es, bis Sper­mi­en rei­fen. Wenn Män­ner in die­ser Zeit ei­nen ho­hen Al­ko­hol­kon­sum ha­ben, so kön­nen die Sper­mi­en ge­schä­digt wer­den. Dies kann da­zu füh­ren, dass we­ni­ger und we­ni­ger ge­sun­de Sper­mi­en im Eja­ku­lat vor­han­den sind.