Moxibution

Als Moxi­bus­ti­on, Moxa-The­ra­pie oder Moxen, be­zeich­net man den Vor­gang der Er­wär­mung von spe­zi­el­len Punk­ten des Kör­pers. Die Moxi­bus­ti­on wird bei ent­spre­chen­der In­di­ka­ti­on als ei­ne der Aku­punk­tur gleich­ran­gi­ge The­ra­pie ge­ach­tet. Die The­ra­pie wur­de in der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Me­di­zin (TCM) ent­wi­ckelt, hat aber in den um­lie­gen­den Län­dern, be­son­ders in Ja­pan, wei­te­re Wand­lun­gen er­lebt. Das west­li­che Wort Moxi­bus­ti­on setzt sich aus ja­pa­nisch mog(u)sa, dies be­zeich­net die ge­trock­ne­ten und fein ge­rie­be­nen Fa­sern von Blät­tern des Bei­fu­ßes und com­bus­tio (lat.) Ver­bren­nen.

Di­rek­te und in­di­rek­te Moxi­bu­ti­on

Man un­ter­schei­det di­rek­te und in­di­rek­te Moxi­bu­ti­on. Bei der in­di­rek­ten Moxi­bus­ti­on hat die Moxa kei­nen Kon­takt zur Haut. Ent­we­der wird die Moxa z.B. auf ei­ne Ing­wer­schei­be ge­legt oder es gibt fer­ti­ge, auf Pa­pier­scheib­chen ge­kleb­te Ke­gel­chen.

Moxa­ke­gel

Beim in­di­rek­ten Er­wär­men legt der The­ra­peut Ing­wer­schei­ben auf die be­tref­fen­den The­ra­pie­punk­te und ent­zün­det auf die­sen klei­ne Ke­gel aus Moxa, wel­che lang­sam ver­glim­men. So­bald der Pa­ti­ent ein Hit­ze­ge­fühl spürt, wird der Ke­gel zum nächs­ten The­ra­pie­punkt ge­scho­ben. Je­der Punkt wird mehr­mals er­hitzt, bis die Haut deut­lich ge­rö­tet ist. In Chi­na und Ja­pan setz­te und setzt man teils noch heu­te den Ke­gel di­rekt auf („di­rek­te Moxi­bus­ti­on“). Die da­bei ent­ste­hen­den Brand­bla­sen wie auch klei­ne eit­ri­ge Ent­zün­dun­gen sind be­ab­sich­tigt und Teil der The­ra­pie.

Moxa-Zi­gar­re

Die Moxa-Zi­gar­re, ei­ne in dün­nes Pa­pier ge­roll­te Stan­ge aus Moxa nä­hert die glü­hen­de Spit­ze dem The­ra­pie­punkt auf un­ge­fähr ei­nen hal­ben Zen­ti­me­ter. Wenn der Pa­ti­ent ein deut­li­ches Hit­ze­ge­fühl spürt, wird die Spit­ze kurz ent­fernt. Die Pro­ze­dur wird wie­der­holt, bis die Haut am The­ra­pie­punkt deut­lich ge­rö­tet ist.

Moxa-Na­deln

Die Moxa-Na­deln sind ei­ne Er­fin­dung aus den 1920er Jah­ren. Mit spe­zi­el­len Stahl­na­deln, an de­nen die glim­men­de Moxa be­fes­tigt ist, lei­tet der The­ra­peut die Hit­ze kon­zen­triert in den be­tref­fen­den The­ra­pie­punkt.

Moxa-Pflas­ter

Moxa-Pflas­ter sind auf der kle­ben­den Sei­te mit Heil­kräu­tern be­schich­tet, die auf die be­tref­fen­den The­ra­pie­punk­te ge­klebt wer­den und dort ei­ne Wär­me­re­ak­ti­on er­zeu­gen.

Moxa ge­gen Be­cke­nend­la­ge

In der Schwan­ger­schaft wird die Moxi­bus­ti­on bei Be­cke­nend­la­ge ein­ge­setzt, um das Dre­hen des Kin­des in Schä­del­la­ge zu be­wir­ken.