Psychosomatische Aspekte

Ne­ben den ver­schie­de­nen kör­per­li­chen Ur­sa­chen und um­welt­be­ding­ten Frucht­bar­keits­stö­run­gen, spielt die psy­chi­sche Ver­fas­sung ei­ne we­sent­li­che Rol­le bei der Frucht­bar­keit.

Stress stört

Zahl­rei­che Un­ter­su­chun­gen be­le­gen, dass Stress ei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss auf die Frucht­bar­keit der Frau hat. Stress kann über die Hirn­an­hang­drü­se die Hor­mon­bil­dung be­ein­flus­sen und so­mit das dif­fi­zi­le Zu­sam­men­spiel der Ge­schlechts­hor­mo­ne durch­ein­an­der brin­gen. In Stress­si­tua­tio­nen wird ver­mehrt Prol­ak­tin aus­ge­schüt­tet. Prol­ak­tin ist das Hor­mon, das auch wäh­rend der Still­zeit ver­mehrt pro­du­ziert wird und das dem Kör­per si­gna­li­siert, dass ein Ei­sprung zur Zeit nicht ge­wünscht wird. Bei ei­nem er­höh­ten Prol­ak­t­in­spie­gel bleibt der Ei­sprung aus - und oh­ne Ei­sprung kann es nicht zu ei­ner Schwan­ger­schaft kom­men.

Au­ßer­dem pro­du­ziert der Kör­per un­ter Stress auch das Stress­hor­mon Ad­re­na­lin. Ad­re­na­lin kann sich beim Mann stö­rend auf die Rei­fung der Sa­men­zel­len aus­wir­ken und bei der Frau das Ein­nis­ten der be­fruch­te­ten Ei­zel­le ver­hin­dern.

Stress und Kaf­fee

Be­kannt ist aber auch, dass in Stress­si­tua­tio­nen viel Kaf­fee ge­trun­ken wird und zu viel Kaf­fee (mehr als drei Tas­sen täg­lich) kann ei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss auf die Frucht­bar­keit ha­ben.

Selbst­hil­fe­grup­pen

Paa­re, die schon lan­ge ver­zwei­felt ver­su­chen ein Ba­by zu be­kom­men und bei de­nen es nicht klap­pen will, kön­nen oft nur schwer ak­zep­tie­ren, dass sie kein me­di­zi­ni­sches, son­dern ein see­li­sches Pro­blem ha­ben. Die Ent­täu­schung nimmt mit je­dem Zy­klus zu, in dem es nicht ge­klappt hat, schwan­ger zu wer­den. Lei­der su­chen nur et­wa 10 Pro­zent al­ler be­trof­fe­nen Paa­re pro­fes­sio­nel­le Hil­fe. Oft­mals hilft es, wenn Paa­re of­fen über ih­re Hoff­nun­gen und Pro­ble­me spre­chen kön­nen. Das kann bei ei­nem The­ra­peu­ten sein, bei Freun­den oder in ei­ner Selbst­hil­fe­grup­pe. In vie­len Städ­ten ha­ben sich Kin­der­wunsch-Selbst­hil­fe­grup­pen ge­grün­det, in de­nen of­fe­ne Ge­sprä­che über die Kin­der­wun­sch­pro­ble­ma­tik mög­lich sind. Fra­gen Sie Ih­ren Gy­nä­ko­lo­genIh­re Gy­nä­ko­lo­gin nach der nächst­ge­le­ge­nen Kin­der­wunsch-Selbst­hil­fe­grup­pe.