Rauchen und Fertilität

Es ist un­zwei­fel­haft, dass Rau­chen der weib­li­chen und männ­li­chen Frucht­bar­keit scha­det.

Rau­chen­de Vä­ter in spe

Kin­der rau­chen­der Vä­ter ha­ben ein si­gni­fi­kant er­höh­tes Ri­si­ko, an Leuk­ämie­zu er­kran­ken. Und zwar auch, wenn die Vä­ter zum Zeit­pung der Zeu­gung Rau­cher wa­ren.
Dar­über hin­aus wer­den durch das Rau­chen die Sper­mi­en ge­schä­digt, was die Frucht­bar­keit senkt. Rau­cher müs­sen län­ger auf ein Kind war­ten und sie blei­ben häu­fi­ger kin­der­los als Nicht­rau­cher.

Rau­chen­de Müt­ter in spe

Rau­chen schä­digt den Chro­mo­so­men in den weib­li­chen Keim­zel­len. Das gilt nicht nur für ak­ti­ve Rau­che­rin­nen, son­dern auch für das pas­si­ve Rau­chen. Ei­ne Frau, die mit ei­nem Rau­cher zu­sam­men­lebt, nimmt selbst als Nicht­rau­che­rin über die Luft ge­nug Ni­ko­tin und Teer auf, dass sich dies im Zu­sam­men­hang mit der Frucht­bar­keit be­merk­bar macht.

Gif­tig

Zi­ga­ret­tenqualm ent­hält mehr als 3.800 che­mi­sche Ver­bin­dun­gen, von de­nen mehr als 200 gif­tig und min­des­tens 40 krebs­er­re­gend sind. Hier­zu ge­hö­ren Teer, Schwer­me­tal­le, Ni­tro­sa­mi­ne, Ar­sen, Ben­zol und Kad­mi­um, Blau­säu­re, Blei, Venyl­cholo­rid und Koh­len­mon­oxid.  Be­reits zehn Zi­ga­ret­ten täg­lich füh­ren beim Un­ge­bo­re­nen zu ei­ner Un­ter­wick­lung im Mut­ter­leib und zu ei­ner Er­hö­hung der Fehl- und Tot­ge­bur­ten.

Ma­ri­hua­na

Ak­tu­el­le For­schungs­er­geb­nis­se wei­sen dar­auf hin, dass der Kon­sum von Ma­ri­hua­na in Be­zug auf die Frucht­bar­keit nicht harm­los ist. Er be­hin­dert die Fä­hig­keit von Sper­mi­en, Ei­zel­len zu be­fruch­ten und kann so­gar in ho­hen Kon­zen­tra­tio­nen struk­tu­rel­le Schä­den an Sper­mi­en an­rich­ten.

Auf­hö­ren

Al­ler­spä­tes­tens zu Be­ginn ei­ner Schwan­ger­schaft soll­ten die El­tern in spe bei ei­nem Kin­der­wunsch mit dem Rau­chen auf­hö­ren, und sich mit dem Al­ko­hol ein­schrän­ken bzw. ganz auf Al­ko­hol ver­zich­ten.

Die meis­ten Rau­cher ken­nen die Ge­fah­ren für sich und das Kind, kön­nen aber den­noch nicht mit dem Rau­chen auf­hö­ren. Rau­cher, die auf­hö­ren wol­len, kön­nen sich pro­fes­sio­nel­len Rat bei fol­gen­den In­sti­tu­ten ho­len:

Deut­sches Krebs­for­schungs­zen­trum Hei­del­berg
Te­le­fon 06221/42 42 00.
Bre­mer In­sti­tut für Prä­ven­ti­ons­for­schung und So­zi­al­me­di­zin
Te­le­fon: 0421/59 59 649

Bun­des-Ver­ord­nung über Ta­bak­erzeug­nis­se