Röteln- und Windpockenschutz

Rö­teln und Wind­po­cken sind bei­des weit­ver­brei­te­te und be­kann­te Vi­rus­in­fek­tio­nen, die meis­tens in der Kind­heit auf­tre­ten.

Rö­teln

Im All­ge­mei­nen ver­läuft die Rö­tel­ner­kran­kung harm­los und oft so­gar un­be­merkt. Wenn sich aber ei­ne wer­den­de Mut­ter in der Früh­schwan­ger­schaft mit Rö­teln an­steckt, kann dies schwer­wie­gen­de Fol­gen für das Un­ge­bo­re­ne ha­ben. Es be­steht dann ein bis zu 60 pro­zen­ti­ger Ri­si­ko der Frucht­schä­di­gung, falls die Erst­in­fek­ti­on wäh­rend der ers­ten acht Schwan­ger­schaftswo­chen er­folgt.

Wind­po­cken

Falls sich die Mut­ter in­ner­halb we­ni­ger Ta­ge um den Ge­burtster­min an Wind­po­cken an­steckt, kann die In­fek­ti­on für das Ba­by le­bens­ge­fähr­lich sein.

Im­mu­ni­tät oder Imp­fung schützt

Der zu­ver­läs­sigs­te Schutz für wer­den­de Müt­ter, nicht an Rö­teln oder Wind­po­cken zu er­kran­ken, ist die be­reits er­wor­be­ne Im­mu­ni­tät nach ei­ner durch­ge­mach­ten Rö­teln- bzw. Wind­po­cken­in­fek­ti­on oder wenn sie ge­gen Rö­teln- bzw. Wind­po­cken ge­impft wor­den sind und der Impf­schutz noch vor­han­den ist.

Falls Sie sich nicht si­cher sind, ob Sie in Ih­rer Kind­heit ei­ne Rö­teln- bzw. Wind­po­cken­in­fek­ti­on durch­ge­macht ha­ben oder ob Sie als Ju­gend­li­che ge­impft wur­den, soll­ten Sie sich früh­zei­tig - und zwar am bes­ten ei­ni­ge Mo­na­te vor ei­ner ge­plan­ten Schwan­ger­schaft tes­ten las­sen und, falls er­for­der­lich, imp­fen las­sen. 

Ob Sie nun auf­grund ei­ner be­reits durch­ge­mach­ten Er­kran­kung oder auf­grund ei­ner Imp­fung im­mun sind kann ein Blut­test si­cher zei­gen.

Es wird emp­foh­len, dass ei­ne Schwan­ger­schaft im ers­ten Mo­nat nach ei­ner Rö­teln-Imp­fung oder ei­ner fri­schen In­fek­ti­on ver­mie­den wer­den soll­te.