Fruchtbarkeit: Medikamente

Me­di­ka­men­te kön­nen so­wohl die Frucht­bar­keit be­ein­träch­ti­gen, als auch für die Ent­wick­lung des un­ge­bo­re­nen Kin­des schäd­lich sein. Ei­ni­ge Me­di­ka­men­te kön­nen nach­weis­lich die männ­li­chen und weib­li­chen Keim­zel­len schä­di­gen. Da­her ist bei der Pla­nung ei­ner Schwan­ger­schaft und wäh­rend ei­ner Schwan­ger­schaft dar­auf zu ach­ten, ob und wel­che Me­di­ka­men­te man ein­nimmt.

Mei­den Sie ...

Ha­ben Sie ei­nen Kin­der­wunsch, soll­ten Sie mög­lichst al­le Me­di­ka­men­te mei­den. Von Ana­bo­li­ka, Ste­ro­ide, An­ti­bio­ti­ka, An­ti­de­pres­si­va, An­ti­hist­ami­ni­ka ist be­kannt, dass sie bei ei­nem Kin­der­wunsch schäd­lich und für ei­ne Schwan­ger­schaft ge­fähr­lich sein kön­nen. Aber auch Wirk­stof­fe, die in Pilz­mit­tel zu fin­den sind, man­che Me­di­ka­men­te ge­gen De­pres­sio­nen oder me­to­clo­pra­mid­hal­ti­ge Mit­tel ge­gen Übel­keit und Brech­reiz ver­än­dern bei Lang­zeit­ein­nah­me den Hor­mon­haus­halt.
Beim Mann kön­nen man­che Arz­nei­mit­tel wie z. B. An­ti­bio­ti­ka, Ana­bo­li­ka, Sul­fona­mi­de, Mit­tel ge­gen Blut­hoch­druck und Rheu­ma so­wie Psy­cho­phar­ma­ka die Erek­ti­ons­fä­hig­keit oder die Sper­mi­enqua­li­tät dau­er­haft oder vor­über­ge­hend ver­schlech­tern.

Krebs­the­ra­pie und Frucht­bar­keit

Bei ei­ner Krebs­the­ra­pie mit ei­ner keim­zell­schä­di­gen­den Sub­stanz, z.B. mit Zy­to­sta­ti­ka, kommt es auf­grund der Be­hand­lung meist zu Un­frucht­bar­keit.

Was tun bei ei­nem Kin­der­wunsch?

Wenn ein Kin­der­wunsch be­steht, soll­ten bei­de (zu­künf­ti­ge) El­tern­tei­le schon früh­zei­tig, al­so ei­ni­ge Wo­chen, be­vor die Schwan­ger­schaft ein­tre­ten kann, auf die Ein­nah­me jeg­li­cher Me­di­ka­men­te ver­zich­ten. Falls ei­ne chro­ni­sche Er­kran­kung und da­durch die Not­wen­dig­keit re­gel­mä­ßi­ger Me­di­ka­men­ten­ein­nah­me be­steht , soll­ten Sie mit dem be­han­deln­den Arztder be­han­deln­den Ärz­tin ab­spre­chen, ob die Me­di­ka­men­te wich­tig sind und wel­che Me­di­ka­men­te vor und wäh­rend ei­ner Schwan­ger­schaft für die Frucht­bar­keit und die Ent­wick­lung des Kin­des un­ge­fähr­lich sind.

Be­ra­tungs­stel­le

Es gibt hoch­spe­zia­li­sier­te Be­ra­tungs­stel­len für Em­bryo­to­xi­ko­lo­gie, die es sich zur Auf­ga­be ge­macht ha­ben, Frau­en zu hel­fen, die in Un­kennt­nis ei­ner be­ste­hen­den Schwan­ger­schaft Me­di­ka­men­te ein­ge­nom­men ha­ben und Frau­en zu be­ra­ten, die auf­grund ei­ner Er­kran­kung auch in der Schwan­ger­schaft ggf. ge­fähr­li­che Me­di­ka­men­te zu sich neh­men müs­sen.
Ge­mein­sam mit den Frau­en wird das Ri­si­ko ei­ner Frucht­schä­di­gung ab­ge­schätzt und über­legt, wel­che For­men der in­ten­si­ven Schwan­ger­schafts­über­wa­chung in Be­tracht kom­men wie z.B. Al­pha-Fe­to­pro­te­in-Be­stim­mung, Ul­tra­schall­un­ter­su­chung und Am­nio­zen­te­se.

Die Be­ra­tung ist im­mer sehr hei­kel, da die Ri­si­ken zwar be­kannt sind, aber im Ein­zel­fall je­de Frau und je­des Ba­by an­ders re­agie­ren kann. Es müs­sen hier Ent­schei­dun­gen ge­fällt wer­den, de­ren Kon­se­quen­zen nicht mehr rück­gän­gig zu ma­chen sind, wie bei­spiels­wei­se ein Schwan­ger­schafts­ab­bruch.
Wei­ter­hin wol­len die Be­ra­tungs­stel­len Frau­en mit chro­ni­schen Er­kran­kun­gen (z.B. Epi­lep­sie, Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen) vor Ein­tritt ei­ner Schwan­ger­schaft op­ti­mal me­di­ka­men­tös be­ra­ten, um ein sym­pto­mar­mes Krank­heits­in­ter­vall für den Be­ginn der Schwan­ger­schaft zu wäh­len.

Falls Sie ein erns­tes Me­di­ka­men­ten­pro­blem vor oder wäh­rend der Schwan­ger­schaft ha­ben, kann sich Ihr be­han­deln­der ArztIh­re be­han­deln­de Ärz­tin an ei­ne der Be­ra­tungs­stel­len über­wei­sen:

  • Be­ra­tungs­stel­le für Em­bryo­to­xi­ko­lo­gie
    Span­dau­er Damm 130
    14050 Ber­lin
    Tel.: 030-30686734
    Fax :030-30686721
  • Uni­ver­si­täts­frau­en­kli­nik Bach­stras­se
    07740 Je­na 18
    Tel.: 03641 ?633190
  • Uni­ver­si­täts­frau­en­kli­nik
    Pritt­witz­str. 43
    89075 Ulm
    Tel.: 0731-5027625
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