Hormone: Prolaktin

Prol­ak­tin (PRL) auch lak­to­tro­pes Hor­mon (LTH) oder Lak­to­tro­pin ge­nannt, ist ein Hor­mon, das im Hy­po­phy­sen­vor­der­lap­pen ge­bil­det wird und vor al­lem für das Wachs­tum der Brust­drü­se im Ver­lauf der Schwan­ger­schaft und für die Milch­se­kre­ti­on (Lak­ta­ti­on) wäh­rend der Still­zeit ver­ant­wort­lich ist

Prol­ak­tin und Schwan­ger­schaft

Et­wa ab der ach­ten Schwan­ger­schafts­wo­che steigt die Kon­zen­tra­ti­on von Prol­ak­tin im Blut deut­lich an und bleibt bis zur Ge­burt und auch da­nach noch (wenn ge­stillt wird) auf ei­nem an­hal­tend ho­hen Ni­veau.

Prol­ak­tin un­ter­drückt wäh­rend der Schwan­ger­schaft und Still­zeit den Fol­li­kel­sprung (Ei­sprung, da die Aus­schüt­tung der da­für not­wen­di­gen Go­na­do­tro­pine (LH und FSH) ge­hemmt wird. Nach En­de der Still­zeit kehrt die Prol­ak­tin­kon­zen­tra­ti­on auf ih­ren Nor­mal­wert zu­rück.

Ho­her Prol­ak­tin­wert

Ein er­höh­ter Wert von Prol­ak­tin führt häu­fig zum Aus­blei­ben des Ei­sprunges und Aus­blei­ben der Mens­trua­ti­on bei der Frau. Prol­ak­tin wird häu­fig in Stresssi­tua­tio­nen ver­mehrt aus­ge­schüt­tet und kann dann (vor­über­ge­hend) zu Un­frucht­bar­keit füh­ren. Bei Blut­un­ter­su­chungen von Frau­en mit Zy­kluspro­ble­men wer­den nicht sel­ten er­höh­te Prol­ak­t­in­spie­gel fest­ge­stellt.

Ein er­höh­ter Prol­ak­tin­wert im Blut kann un­ter an­de­rem fest­ge­stellt wer­den bei:

  • Tu­mo­ren der Hy­po­phy­se, die Prol­ak­tin pro­du­zie­ren (Prol­ak­ti­no­me),
  • Her­pes zos­ter,
  • En­do­me­trio­se,
  • Stress­si­tua­tio­nen (De­pres­sio­nen, Ope­ra­tio­nen, schmerz­haf­te Blut­ent­nah­me),
  • in der Schwan­ger­schaft,
  • nach ei­nem Or­gas­mus,
  • nach in­ten­si­ver Ma­ni­pu­la­tio­nen der Brust,
  • nach pro­te­in­rei­cher Nah­rung ,
  • wäh­rend der Still­pha­se,
  • auf­grund der Ein­nah­me ver­schie­de­ner Me­di­ka­men­te (ins­be­son­de­re Psy­cho­phar­ma­ka).
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