Männliche (Un)Fruchtbarkeit: Geschlechtsorgane

Die männ­li­chen Ge­schlechts­or­ga­ne be­ste­hen aus Pe­nis, Ho­den, Ne­benho­den, Bläs­chen­drü­se und Sa­menlei­ter.

Pe­nis

Als Pe­nis, männ­li­ches Glied, be­zeich­net man das Be­gat­tungs­or­gan bei Män­nern. Es dient zur Über­tra­gung der Sper­mi­en in den weib­li­chen Ge­schlechts­trakt.

Ho­den

Die Ho­den oder Tes­ti­kels sind ein paa­rig an­ge­leg­tes et­wa pflau­men­gro­ßes in­ne­res Ge­schlechts­or­gan, dass aber au­ßer­halb des Be­ckens im Ho­den­sack liegt. Die Ho­den sind die Keim­drü­sen des Man­nes, in de­nen die Sa­menzellen und das Sexual­hor­mon Tes­to­ste­ron ge­bil­det wer­den. Die Bil­dung neu­er Sa­menzellen er­folgt im Ge­gen­satz zur Rei­fung der weib­li­chen Keim­zel­len nicht zy­klisch. Die Aus­rei­fung der Sa­men läuft ab der Pu­ber­tät bis ins ho­he Al­ter stän­dig ab. Der ge­sun­de Mann pro­du­ziert täg­lich et­wa 20 bis 100 Mil­lio­nen Sper­mi­en. Auf­ga­be der Ho­den ist die Pro­duk­ti­on der Sper­mi­en.

Ho­den und Hormone

Die Pro­duk­ti­on der Sper­mi­en in den Ho­den wer­den von Hor­mo­nen ge­steu­ert. Im Hy­po­tha­la­mus wird stoß­wei­se Go­na­do­tro­pin Re­leasing-Hor­mon Gn­RH) ge­bil­det, das die Bil­dung der bei­den [Hor­mo­ne FSH und LH an­regt.

Ne­benho­den

Die Ne­benho­den (Epi­si­sy­mi­dis) lie­gen kap­pen­för­mig am Ho­den. Im Ne­benho­den rei­fen un­ter dem Ein­fluss von Tes­to­ste­ron die Sa­men­zel­len her­an. Die Ent­wick­lung der Sa­men­zel­len dau­ert et­wa drei Mo­na­te, die Pas­sa­ge der Sa­men­zel­len durch den Ne­benho­den dau­ert et­wa zwölf Ta­ge.

Sa­men­bla­se bzw. Bläs­chen­drü­se

Die Bläs­chen­drü­sen (Glan­du­la ve­si­cu­losa, Ve­si­cu­la se­mi­na­lis) - auch Sa­men­bla­sen oder Sa­men­bläs­chen ge­nannt - sind paa­rig an­ge­leg­te Ge­schlechts­drü­sen, die rechts und links am Un­ter­rand der Harn­bla­se lie­gen. Sie pro­du­zie­ren ein Se­kret, das beim Sa­men­er­guss in den Sa­men­lei­ter ab­ge­ge­ben wird und die Sper­mi­en mit En­er­gie ver­sorgt. Die­ses Se­kret ent­hält viel Frucht­zu­cker.

Sa­men­lei­ter

Der Sa­men­lei­ter (Duc­tus de­fe­rens, Vas de­fe­rens) ver­bin­det den Ne­benho­den mit der Harn­röh­re und dient der Wei­ter­lei­tung der Sper­mi­en. Hier wer­den die rei­fen Sa­men­zel­len ge­spei­chert und bei der Eja­ku­la­ti­on mit Se­kre­ten von Pro­sta­ta und Sa­men­bläs­chen ver­mischt.

Va­sek­to­mie

Die chir­ur­gi­sche Un­ter­bin­dung des Sa­men­lei­ters nennt man Va­sek­to­mie; sie führt zur Un­frucht­bar­keit des Man­nes.

Eja­ku­la­ti­on

Bei der Eja­ku­la­ti­on, dem Sa­men­er­guss, ge­lan­gen die Sper­mi­en durch die Sa­men­lei­ter und den Pe­nis in die Schei­de der Frau. Beim Sa­men­er­guss wer­den in der Re­gel ab der Pu­ber­tät, wenn die Ho­den mit der Sper­mi­en­pro­duk­ti­on be­gon­nen ha­ben (Sper­marche), beim Men­schen et­wa 2 bis 6 ml Sper­ma (Eja­ku­lat) mit in­di­vi­du­ell oder von Eja­ku­la­ti­on zu Eja­ku­la­ti­on sehr un­ter­schied­li­cher Ge­schwin­dig­keit aus­ge­sto­ßen. Das Eja­ku­lat ent­hält et­wa 300 Mil­lio­nen Sper­mi­en.

Das sa­men­zel­len­bil­den­de Ge­we­be des Man­nes ist sehr emp­find­lich. Wenn es ein­mal z.B. durch ei­ne schwe­re Ent­zün­dung ge­schä­digt wur­de, er­holt es sich häu­fig nicht mehr oder nur un­zu­rei­chend.