Männliche (Un)Fruchtbarkeit: Hormone

Die Keim­zell­bil­dung hängt vom un­ge­stör­ten Zu­sam­men­spiel al­ler Hor­mo­ne ab. Kleins­te Ab­wei­chun­gen kön­nen zur Fol­ge ha­ben, dass die Sper­mi­enpro­duk­ti­on beim Mann be- oder ver­hin­dert wird.

Mög­li­che Ur­sa­chen für Hor­mons­tö­run­gen beim Mann

Hor­mons­tö­run­gen kön­nen durch Er­kran­kun­gen der Or­ga­ne, die die Ge­schlechts­hor­mo­ne bil­den (Ho­den, Hy­po­phy­se oder Hy­po­tha­la­mus), zu­stan­de kom­men, durch Le­ber­er­kran­kun­gen oder durch ei­ne Über­pro­duk­ti­on von Prol­ak­tin. Bei ei­ner schwe­ren Le­ber­schä­di­gung kann die Le­ber die in ge­rin­gen Men­gen ge­bil­de­ten weib­li­chen Ge­schlechts­hor­mo­ne nicht mehr ab­bau­en; als Fol­ge ge­rät das Hor­mon­gleich­ge­wicht ins Wan­ken. Auch Stoff­wech­sel­stö­run­gen wie Gicht und Schild­drü­sener­kran­kun­gen kön­nen den Hor­mon­haus­halt durch­ein­an­der­brin­gen.

Zu­we­nig Tes­to­ste­ron

Bei hor­mo­nel­len Stö­run­gen des Man­nes wird meist ein Tes­to­ste­ron­de­fi­zit fest­ge­stellt. Ein Man­gel an Tes­to­ste­ron äu­ßert sich dann nicht nur durch In­fer­ti­li­tät, son­dern zeigt sich meist auch in der Ab­nah­me der all­ge­mei­nen Leis­tungs­fä­hig­keit, des Sexual­an­triebs und der Ab­nah­me der Erek­ti­ons­häu­fig­keit.

Dia­gno­se

Hor­mons­tö­run­gen kön­nen durch ei­ne Blut­un­ter­su­chung er­kannt wer­den und je nach zu­grun­de­lie­gen­der Stö­rung be­han­delt wer­den.

Kline­fel­ter-Syn­drom

Sel­ten kön­nen er­erb­te Chro­mo­so­men­a­no­ma­li­en für die Stö­run­gen ver­ant­wort­lich sein. Am häu­figs­ten ist das Kline­fel­ter-Syn­drom: Die be­trof­fe­nen Män­ner sind sehr schlank, hoch­ge­wach­sen und ha­ben klei­ne Ho­den, die vom Pe­nis fast ver­deckt wer­den. Bei die­sen Män­nern liegt ein Über­schuss an weib­li­chen Ge­schlechtsch­ro­mo­so­men (XXY an­stel­le von XY) vor.

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