Techniken der Assistierten Reproduktion

Die künst­li­che Be­fruch­tung, auch as­sis­tier­te Re­pro­duk­ti­on ge­nannt, wird im­mer häu­fi­ger bei Men­schen an­ge­wandt, die auf na­tür­li­chem Weg ih­ren Kin­der­wunsch nicht er­fül­len und nicht schwan­ger wer­den kön­nen. Bei der künst­li­chen Be­fruch­tung er­folgt die Be­fruch­tung der Ei­zel­le mit me­di­zi­ni­scher Hil­fe. Es gibt tech­nisch ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, ei­ne Ei­zel­le zu be­fruch­ten:

  1. Die In­trau­te­ri­ne In­se­mi­na­ti­on (IUI)
    die Be­fruch­tung im Kör­per
    a.) die ho­mo­lo­ge In­se­mi­na­ti­on
    bei der die Sper­mi­en des (Ehe-)Part­ners ver­wen­det wer­den, und
    b.) die he­te­ro­lo­ge In­se­mi­na­ti­on
    bei der "Fremd­sa­men" ver­wen­det wird.
  2. Die In-Vi­tro-Fer­ti­li­sa­ti­on (IVF)
    die Be­fruch­tung au­ßer­halb des Kör­pers, mit ih­rer Son­der­form der In-Vi­tro-Fer­ti­li­sa­ti­on, der in­tra­zy­to­plas­ma­ti­schen Sper­mi­en­in­jek­ti­on (ICSI).

In Deutsch­land sind im Jahr 2003 et­wa zwei Pro­zent al­ler ge­bo­re­nen Kin­der, al­so et­wa 20.000, nach ei­ner künst­li­chen Be­fruch­tung mit ei­nem der oben ge­nann­ten Ver­fah­ren ge­bo­ren wor­den. Die Zahl hat sich im Jahr 2004 hal­biert, weil die Kran­ken­kas­sen die Kos­ten nicht mehr über­nom­men ha­ben.

Für vie­le Pro­ble­me, die als Ur­sa­che für ei­nen nicht er­füll­ten Kin­der­wunsch gel­ten, gibt es Lö­sun­gen bzw. Lö­sungs­ver­su­che im Rah­men der Kin­der­wunsch­be­hand­lung.